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Segel-Surf-Gemeinschaft Hameln erwägt Kooperation mit Segel-Club

Derzeit nur noch 75 Mitglieder

Hameln (rhs). Trotz idealer Surf- und Segelverhältnisse am gepachteten See in Fischbeck macht sich der Mitgliederschwund bei der 1981 gegründeten Segel-Surf-Gemeinschaft Hameln immer mehr bemerkbar.

veröffentlicht am 19.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:21 Uhr

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„Wir haben auch im Vorjahr trotz einiger Neuzugänge unter dem Strich wieder drei Beitragszahler verloren, zählen derzeit nur noch 75 Mitglieder. In besten Jahren waren das auch schon mal an die 300“, sagt der scheidende Kassenwart Christian Mork, der nach zehn Jahren das Amt an Ronny Busch übergab und dafür von der Vorsitzenden Christa Grigat mit einem Dankeschön sowie kleinem Präsent verabschiedet wurde.

Obwohl der Verein über zahlreiche Surfbretter sowie Segelboote verfügt, die in einer nahegelegenen, gepachteten Scheune untergebracht sind, hält sich der Sportbetrieb in Grenzen, berichtete der 2. Vorsitzender Bernhard Menzel bei der Hauptversammlung im VfL-Heim. Schuld daran ist nach den Worten von Jugendwart Maximilian Mork nicht allein das Ausbleiben des Nachwuchses („Meine Aktivitäten tendieren deshalb immer mehr gen null“), sondern weil auch die älteren Semester nicht mehr den Kampf gegen Wind und Wellen suchen, sondern sich mehr und mehr zum Geselligen hingezogen fühlen und dabei Ausgleichssportarten wie Radfahren, (Beach-) Volleyball, Wandern und Schlittschuhlaufen bevorzugen. Hier habe sich eindeutig eine Schwerpunktverlagerung aufs Land vollzogen.

Um diesem Negativtrend entgegenzusteuern, will der Verein versuchen, andere Clubs, die mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, mit ins Boot zu holen. So sollen demnächst Gespräche mit dem bisher am Schiedersee ansässigen Segel-Club Hameln aufgenommen werden, ob es möglicherweise eine Zusammenarbeit geben kann. Segelwart Udo Apportin: „Wir können unserem Nachbarverein nicht nur Trainingsmöglichkeiten auf dem See, sondern auch Platz in unserer Gerätescheune in Wehrbergen anbieten, sodass der bisher längere Bootstransport für den SC entfällt.“

Der Vorstand (bis auf den Kassenwart) wurde en bloc wiedergewählt, weil es an seiner Arbeit keine Beanstandungen gab. „Wir werden weitere zwei Jahre weiterarbeiten und versuchen, dass sich die Mitgliederzahl wieder nach oben bewegt“, sagt die Vorsitzende.

Dass neben den Anglern auch die Jäger seit kurzem Nachbarn der Surfer sind und am See mehrere Hochsitze aufgestellt haben, stieß auf wenig Gegenliebe. „Rechtlich können wir dagegen nichts machen“, sagt Bernhard Menzel, „da der See, anders als die Nachbargewässer, nicht eingezäunt ist.“ Dennoch sieht man es ungern, wenn dort Wildschweine den Flinten der Jäger erliegen. „Dazu wird es demnächst mit Sicherheit noch Eingaben und Gespräche geben“, kündigte der Vorstand an.



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