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Nicht immer gleich zu Chemie greifen, raten die Verkäufer

Der Wochenmarkt – eine große Apotheke der Hausmittel

Bad Münder (st). Winterzeit, Erkältungszeit – rauher Hals, laufende Nase und müde Knochen plagen jetzt viele Münderaner. Es wird kräftig gehustet und geprustet. Statt zur Linderung gleich zu Medikamenten zu greifen, raten die Beschicker des münderschen Wochenmarktes zu alten Hausrezepten aus der Natur, die Oma schon kannte. Obst, Gemüse und tierische Produkte können bei beginnenden Erkältungen helfen – sagen die Verkäufer.

veröffentlicht am 08.01.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.04.2010 um 15:34 Uhr

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„Um generell das Immunsystem zu stärken, ist ein heißer Tee mit einem großen Löffel Honig gut“, sagt Ursula Schumacher, die einen Stand mit Gemüse, Eiern, Wurst und weiteren landwirtschaftlichen Produkten betreibt. „Den Honig bekommen wir aus der Region, aus der Nähe von Aerzen“, so Schumacher.

Den Tee, in den der Honig gegeben wird, den solle der Experimentierfreudige einmal aus ein paar Stücken frischen Ingwers aufbrühen – diesen Tipp hat Bio-Gemüsehändlerin Beate Nitschke auf Lager. „Und wenn es einen schon erwischt hat mit dem Husten, dann kann der Betroffene aus dem Schwarzrettich einen prima Bio-Hustensaft machen“, so die Gemüsefachfrau. Einfach halbieren, aushöhlen und Zucker in die Mulde geben. „Da entsteht dann ein dickflüssiger Sirup, den der Kränkelnde schlucken kann.“ Aus Zwiebeln ließe sich ebenfalls ein Sud einkochen.

Südfrüchte – von Apfelsinen und Zitronen über Ananas bis zu Granatäpfeln – sind mit ihren hohen Vitaminkonzentrationen spitzen Aufbauhelfer für das körpereigene Abwehrsystem. Neben den Vitamin-C-Bomben Orange und Zitrone, zeichnet sich der Granatapfel ebenfalls durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus. „Er wirkt auch vorbeugend gegen Prostatakrebs“, weiß Gemüsehändler Devrim Durmaz.

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Feinkosthändler Kadi Seifedin schwört auf Knoblauch. „Das ist gut für alles“, sagt er. Es wirke antibakteriell und fördere die Durchblutung. Damit es einem bei den kalten Temperaturen warm werde, sei scharfes Essen hilfreich – wie die zahlreichen Peperonis, die er an seinem Stand verkauft.

Bei verschnupfter Nase und Halsschmerzen soll eine Hühnerbrühe Wunder wirken. Darauf schwört zumindest Fleischwarenverkäufer Sebastian Hanf. Die Zutaten einer Hühnersuppe hemmen offenbar Infekte der oberen Atemwege und lassen eine verstopfte Nase wieder frei werden.

Und so haben sie alle ihre kleinen überlieferten Erkältungslinderer parat, die gerade auch den Beschickern selber in der kalten Jahreszeit oft helfen, fit zu bleiben.



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