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2007 zweitwärmstes Jahr mit Rekordniederschlägen / Dezember normal

Der Winter macht eine Pause

Landkreis. Nach dem Winterwetter der vergangenen Tage legt Väterchen Frost zum Leidwesen aller Wintersportler zumindest im Flachland eine Pause ein. Grund ist eine auf Südwest drehende Strömung mit der in den nächsten Tagen milde Meeresluft heranführen wird. Dabei überwiegt zunächst ein wechselhafter Wettercharakter mit Regen oder Regenschauern und wenig Sonne. Die Tagestemperaturen pendeln zwischen drei und sechs Grad und in den Nächten bleibt es meistens frostfrei. Ab Mittwoch deutet sich mit Winddrehung auf Süd bis Südost eine Abkühlung an, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt.

veröffentlicht am 07.01.2008 um 00:00 Uhr

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der Dezember zeigte sich in puncto Wetter deutlich zweigeteilt. Auf ein extrem feuchtes und mildes erstes Drittel mit stürmischen Westwinden folgte - mit Ausnahme des 23. Dezembers - fast völlige Trockenheit bis zum Monatsende. Grund war ein ungewöhnlich stabiles und umfangreiches Hoch über Europa, das uns bis Weihnachten die Atlantiktiefs vom Leibe hielt. So kam in den ersten elf Tagen nahezu die gesamte Monatsmenge von 45 Liter/qm (Bückeburg) zusammen, womit der Dezember in unserer Region endlich mal wieder zu trocken (20 Prozent) endete. Ungleichmäßig wie die Niederschläge waren auch die Temperaturen verteilt. Während das erste Monatsdrittel deutlich zu warm ausfiel, blieben die übrigen Tage überwiegend zu kalt. Trotzdem schloss der erste Wintermonat im Schaumburger Land noch um 0,7 Grad zu mild ab. Elf Frost-, darunter fünf Eistage mit Dauerfrost (normal 13 bzw. fünf), spiegeln den geringen Wärmeüberschuss gut wider. Die höchste bzw. niedrigste Temperatur wurde in Bückeburg am 7. (13,2 Grad ) und 23. Dezember (minus 7,5 Grad) gemessen. Die Sonne schien im Dezember 39 Stunden lang und damit erfreuliche 16 Prozent länger als üblich. Und wie geht's mit dem Winter weiter? Die beste Voraussetzung für einen strengen Hochwinter ist ein zu kalter Dezember mit Kaltlufteinbrüchen aus Osten vor dem Dreikönigstag (6. Januar). Wenn nicht, dann gilt mit 80-prozentiger Sicherheit die Wetterregel: "Ist bis Dreikönigs tag kein Winter, so kommt auch keiner (kein strenger) mehr dahinter." Fazit: Da wir die geforderte Kälte aus Osten gerade noch rechtzeitig hatten, den zu kalten Dezember aber nicht, bleibt offen, was aus dem Winter wird.

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