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Informationen über das Westernreiten von Ralf Krupski

Der wilde Westen in Hameln

Hameln (horseparadise). Wesionär „horseparadise“, alias Ralf Krupski, betreibt in Laatzen bei Groß Berkel einen Reitstall und Reitzubehör-Handel. Er schreibt bei Wesio Wissenswertes über Westernreiten: „Westernpferde wurden ursprünglich für die Anforderungen in ihrem Arbeitsalltag gezüchtet. Weil der Reitsport im Wesentlichen Elemente aus diesem Arbeitsalltag aufgreift, haben die angezüchteten Fähigkeiten der Rassen ihren Wert für das Freizeitreiten erhalten.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

Pferde und Reiter in der Turnierpause. Foto: horseparadise

Hameln (horseparadise). Wesionär „horseparadise“, alias Ralf Krupski, betreibt in Laatzen bei Groß Berkel einen Reitstall und Reitzubehör-Handel. Er schreibt bei Wesio Wissenswertes über Westernreiten: „Westernpferde wurden ursprünglich für die Anforderungen in ihrem Arbeitsalltag gezüchtet. Weil der Reitsport im Wesentlichen Elemente aus diesem Arbeitsalltag aufgreift, haben die angezüchteten Fähigkeiten der Rassen ihren Wert für das Freizeitreiten erhalten. Die bekanntesten Pferderassen für das Westernreiten sind das Appaloosa, das Paint Horse und das Quarter Horse. Diese Pferde haben, ähnlich wie bei den Hunden der Bordercollie, Fähigkeiten, die angeboren sind. So isolieren ausgebildete Westernpferde nahezu ohne Hilfen durch den Reiter einzelne Rinder aus einer Herde. Dennoch kann man auch alle anderen Pferderassen im Westernreitstil ausbilden. In Europa sind dies besonders häufig der aus der Schweiz stammende Freiberger und der Haflinger.

Bei der Ausrüstung fällt besonders der typische Westernsattel mit seinem Sattelhorn, der breiten Sitzfläche und dem hinteren hohen Rand auf. Sattel und lange, bequeme Steigbügel sollen lange Zeiten im Sattel für Ross und Reiter so bequem wie möglich gestalten. In der Regel werden die Zügel nur mit einer Hand geführt, damit die andere frei ist für andere Tätigkeiten.

Die Reitweise ist ebenso wie der englische Reitstil von der Mutter aller Reitkunst, der spanischen Reitweise, beeinflusst. Auch beim Westernreiten reicht die Bandbreite des Könnens vom einfachen Reiten in den Grundgangarten bis hin zur Hohen Schule. Erhält das ausgebildete Westernpferd vom Reiter den Impuls, in eine bestimmte Richtung zu traben, dann bleibt das Pferd selbstständig auf diesem Kurs, bis der Reiter ein neues Kommando vermittelt. Die Pferde müssen eigenständig arbeiten und dennoch auf kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren.

Westernreiterin und Pferd beim Turnier. Foto: horseparadise
  • Westernreiterin und Pferd beim Turnier. Foto: horseparadise

Einige Disziplinen seien hier kurz erläutert:

Beim Showmanship at Halter steht nicht das Reiten im Vordergrund, sondern Anfänger, besonders Jugendliche, müssen bestimmte Aufgaben, das Pferd am Halfter (Halter) führend, korrekt erledigen. Auch ihr Gesamtauftritt, die Ausrüstung, Kleidung und der Pflegezustand des Pferdes werden beurteilt.

Der Trail führt Ross und Reiter durch einen Parkours, in dem er ohne abzusitzen Geschicklichkeitsaufgaben absolviert. Situationen, denen Reiter auf einem Wanderritt (Trail) begegnen können, werden auf dem Turnierplatz nachgestellt. Ein fester Bestandteil ist dabei immer das Gattertor, das geöffnet und geschlossen werden muss.

Western Pleasure Prüfungen werden in Gruppen ausgeführt. Die Reiter folgen den Ansagen der Richter. Schwerpunkt der Prüfung sind die drei Grundgangarten Schritt (Walk), Trab (Jog) und Galopp (Lope). Die Übergänge sollen exakt und mit feinen Hilfen geritten werden.

Western Horsemanship richtet den Fokus auf die Leistungen des Reiters. Seine Haltung und seine Hilfengebung während der einzelnen Lektionen werden beurteilt. Bei der zweiteiligen Prüfung wird meistens eine kurze, aber umso exakter auszuführende Teilaufgabe (Pattern) gelöst. Der zweite Teil, die Railwork, entspricht einer Pleasure-Prüfung und geht mit 20 Prozent in das Gesamturteil ein.

Beim Western Riding reiten gut ausgebildete Pferd-Reiter-Paare mit sauberen und flüssigen Bewegungen im langsamen, versammelten Galopp in Schlangenlinien um Pylonen (weiß-rote Hütchen). Die Bewegungen müssen leicht und harmonisch wirken. Hilfen des Reiters sollten möglichst nicht zu sehen sein.

Das Reining entspricht der Dressur beim englischen Reitstil. Besonders in den Anfängerklassen geht es nicht um hohe Geschwindigkeit oder schnelle Drehungen, sondern es soll gezeigt werden, dass der Reiter jederzeit die Kontrolle über das Pferd hat. In dieser Disziplin werden die Manöver Drehungen (Spins), Stopps (Sliding Stops), Zirkel, fliegende Galoppwechsel und Rückwärtsrichten (Back up) gefordert.

Die Disziplin Superhorse kombiniert Elemente aus dem Trail, Reining und dem Western Riding.

Wenn Sie mehr wissen, vor allem, wenn Sie selbst einmal Bekanntschaft mit dem Westernreitsport machen wollen, dann sprechen Sie mich doch an. Bei Wesio oder direkt in Laatzen, oben am Waldrand.“ Auch Sie haben Ihr Hobby zum Beruf gemacht oder sind Experte auf Ihrem Gebiet. Machen Sie uns schlau! Berichten Sie davon bei

Das Zaumzeug, auf dem Foto ist ein Bosal. Diese gebisslose Zäumung wirkt auf den Nasenrücken, schont dadurch das Maul und wird deswegen auch gerne zum Anreiten junger Pferde benutzt. Weil seitliche Zügelhilfen nicht präzise gegeben werden können, wird meist nach der ersten Zeit des Anreitens auf ein Gebiss umgestellt. Aber auch gut ausgebildete Pferde werden später oft wieder ins Bosal gestellt.

Foto: horseparadise



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