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Die Titelaspiranten vom VfB Oldenburg können im Jahnstadion nichts bestellen

Der VfL Bückeburg sorgt mit einem 2:1 für eine faustdicke Überraschung

Niedersachsenliga (ku). Die Gäste aus dem Norden haben den angepeilten Aufstieg schon sehr ernst genommen, arbeiten in der Niedersachsenliga unter fast professionellen Rahmenbedingungen. Der Tross der ersten Mannschaft reiste zum Sonntagspiel schon am Freitag in Stadthagen an, akklimatisierte sich perfekt in Schaumburg und absolvierte am Samstag und Sonntagvormittag noch ein paar Trainingseinheiten. Die drei Punkte haben aber die Bückeburger geholt.

veröffentlicht am 23.10.2006 um 00:00 Uhr

Martin Prange (l.) agierte wieder auf alter Position in der Vier

Der bislang einzig ungeschlagene Niedersachsenligist aus Oldenburg blieb vor dem Spitzenspiel in der nächsten Woche in Havelse ohne Zähler. Der VfL dabei bemerkenswert. Die Umstellung von Trainer Nottebrock mit Martin Prange zurück in der Viererkette erwies sich wie schon in der letzten Woche als sehr effektiv, die Mannschaft ackerte, kämpfe fast bis zum Umfallen, zeigte deutlich verbesserte taktische Disziplin. Die Gäste mit riesigem Fanaufgebot angereist, fanden kein Mittel die Bückeburger Abwehr zu knacken, hatten dabei aber objektiv gesehen auch nicht immer die besten Schussstiefel an. Dazu verdiente sich Tim Engler im VfL-Kasten ein Sonderlob, er zeigte tolle Paraden. Der VfL ging schon in der 6. Minute in Führung. Florim Mustafa mit einer flachen Freistoßhereingabe, der abgewehrte Ball kam zurück zu Manuel Stahlhut. Der sah die Gasse und Kollege Sonar Aslan - 1:0. Negativer Höhepunkt der ersten Runde die Rote Karte für Ferit Tarak, unnötig und unsportlich wegen Nachtretens. Auch in der zweiten Runde kämpfte der VfL in Unterzahl unermüdlich. Die Gäste-Elf drehte auf, hatte ein ständig rochierendes Mittelfeld, mit Paolo Rizzo einen ganz starken Akteur. Trotzdem in der 61. Minute das Bückeburger 2:0. Eine Traumflanke von Pascal Könemann, gut 30 Meter diagonal auf den Kopf von Alexander Bremer - 2:0. Trainer Nottebrock wechselte danach, vielleicht etwas zu früh, Bremer gegen Hafke aus, Kollege Joe Zinnbauer reagierte und verstärkte sofort die Offensive. In der 66. Minute ein Glücksschuss von Christian Thölking, Martin Prange fälschte noch leicht ab - 2:1. Der VfL ließ aber nichts mehr anbrennen, hatte am Ende natürlich auch das nötige Quäntchen Glück, was man braucht, wenn man in Unterzahl dem haushohen Favoriten ein Bein stellt. VfL: Engler, Könemann, Prange, Thom, Bremer (62. Hafke), Kriehn, Stahlhut (82. Deppe), Aslan (73. Kramer), Steininger, Mustafa.

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