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Hesper DSL-Initiative erzielt ersten Teilerfolg / Informationsveranstaltung in Volksdorf

"Der Vertrieb wird auf Sie zu kommen..."

Hespe/Volksdorf (mw). Vertreter der Telekom haben bei einer vom CDU-Landtagsabgeordneten Friedel Pörtner und Günter Stahlhut von der Hesper DSL-Initiative angeregten Informationsveranstaltung für einen Teil der Hesper DSL in Aussicht gestellt. Wegen der anderen Haushalte in Hespe wird noch eine Lösung gesucht.

veröffentlicht am 19.11.2007 um 00:00 Uhr

Andreas Klappp, der Leiter des Stadthäger T-Punktes, (l.) stellt

"Den ländlichen Raum zu erschließen, ist für ein Telekommunikationsunternehmen nicht ganz einfach", hat Torsten Bursee, Leiter der Produktionsplanung Nordwest der Telekom, zu Beginn seines Vortrags erörtert. Mit drei weiteren Telekom-Experten stand er am Freitagabend rund 50 Bürgerinnen und Bürgernin der Volksdorfer Gaststätte "Bad Hiddenser Born" zum Thema DSL Rede und Antwort. "Wir brauchen 300 Kunden, damit es wirtschaftlich wird", sagte Bursee mit Blick auf die 569 Anschlüsse, die in Hespe über das Ortsnetz 05721 versorgt werden und die für diesen Bereich kalkulierte Investition von 150 000 bis 200 000 Euro. Er sehe aber "wenig Schwierigkeiten", dass die Telekom entsprechend viele DSL-Kunden finden werde, so dass "der Fall eigentlich klar" sei. Voraussichtlich im Sommer 2008 stehe der Telekom die erforderliche Technik ("Outdoor DSLAM mit pegelregulierender Technik") zur Verfügung, um eine DSL-Geschwindigkeit von bis zu 16 000 Kilobit zu ermöglichen (an den "Ausläufern" der Versorgung jedoch weniger). Wenn man von Juli/August 2008 als Termin für DSL-Einrichtung in Hespe ausgehe, können sich die Kunden schon jetzt über die Kündigung bestehender Fremdverträge informieren, regte Franz-Josef Ovenhausen, Verkaufsgebietsleiter der Telekom, an. Im Verlauf der Diskussion kritisierte der Hesper Bürgermeister Werner Vehling (SPD), dass "man überhaupt nicht begreift", dass beim Ausbau der Kreisstraße 20 in Meerbeck kein Leerrohr für ein benötigtes Glasfaserkabel verlegt habe. Es reiche nicht, nur ein Glasfaserkabel zu verlegen, entgegnete Arne Wöbbekind, der Leiter Projektierung und Baubegleitung der Telekom für unter anderem den Bereich Stadthagen. Vor allem der Aufbau der Übertragungstechnik sei ein erheblicher Kostenfaktor. Bei der seitens der Bürger mitunter auch emotional geführten Diskussion ("Das ist doch ein Witz", erregte sich etwa ein Bürger über ein von Bursee angesprochenes 384 Kilobit-langsames DSL) geriet der errungene Teilerfolg der Initiative schon mal in den Hintergrund. "Wir sollten an diesen Bereich hier oben (auf einer Landkarte) einen Haken machen", brachte Bursee die für den Hesper Vorwahlbereich 05721 angekündigte DSL-Versorgung in Erinnerung. "Das ist erledigt. Der Vertrieb wird auf Sie zu kommen." Anders sieht es laut Bursee indes für die 239 Hesper Anschlüsse des Ortsnetzes 05724 beziehungsweise 05722 aus. Bis Anfang 2008 werden diese Bereiche seitens der Telekom untersucht - und es werde zusammen mit der Gemeinde nach einer wirtschaftlichen Lösung gesucht, so Bursee. Für weitere Informationen steht der Stadthäger T-Punkt nach Auskunft von dessen Leiter Andreas Klappp unter Telefon (05721) 9 94 59 94 zur Verfügung. Klapp berichtete über die aktuellen DSL-Tarife der Telekom.



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