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Gute Erziehung zahlt sich aus / Korinna Lemke erfolgreichste Hundeführerin bei der Prüfung

Der Teckel braucht früh eine starke Hand

Hameln (bj). Eigentlich ist der Teckel ein Erdhund, ein treuer Begleiter des Jägers. Man sagt ihm aber auch nach, dass er eigenwillig sei. Doch dies stimmt nur dann, wenn die Menschen bei der Erziehung ihres Dackels entscheidende Fehler machen. Dass ein gut ausgebildeter Teckel nicht nur in Wald und Feld als Helfer bei der Jagd eine gute Figur macht, das bewiesen sechs der kurzbeinigen Hunde jetzt bei einer Prüfung, zu der die Gruppe Hameln des Deutschen Teckelklubs eingeladen hatte.

veröffentlicht am 27.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:41 Uhr

Rolf Drommershausen (v.li.), Andrea Stock-Heißmeyer, Korinna Lem

Für viele jagende Teckelfreunde ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ihre Hunde ohne Leine dicht neben ihrem linken Bein auf den Wegen oder durch das Unterholz streifen. Dass dies auch junge Hunde beherrschen, zeigten eindrucksvoll Korinna Lemke und ihr Distel von Klein Hehlen bei der Begleithundeprüfung. „Mit der Erziehung kann man nicht früh genug beginnen“, weiß Dr. Jürgen Scholz, der Vorsitzende der Gruppe Hameln des Deutschen Teckelklubs. „Viel zu lange bestaunen Frauchen und Herrchen die kleinen niedlichen Teckelwelpen, lassen sie gewähren, und wenn sie dann mit der Erziehung beginnen, ist es oft schon zu spät“, sagen erfahrene Teckelleute. Der Hund bestimmt dann, was geschieht, von Erziehung ist wenig zu merken.

Auch in anderen Teilen der Prüfung wie dem Bereich Gehorsam ist Distel ein Paradebeispiel für eine gute Erziehung. Auf einer Decke oder einem Rucksack abgelegt, bleibt er so lange liegen, bis er wieder abgeholt wird, auch wenn Korinna Lemke für ihn nicht mehr zu sehen ist. Wird es laut, beweist der Rauhaarteckel Nervenstärke, lässt sich nichts anmerken. So ist es im Wald und auch in der Stadt, Straßenlärm kann den kleinen Hund nicht beeindrucken. Versteckt sich Korinna Lemke, nachdem sie ihren Hund abgelegt hat und der Hund soll sie suchen, findet Distel von Klein Hehlen sie ohne Probleme auch auf größere Entfernung. Eine Freude ist es dem Hund zuzusehen, wenn es Schwimmen geht. Zwar können die kleinen Teckel starke Strömung wie die in der Weser nicht meistern, doch im Teich an Schliekers Brunnen fühlen sie sich wohl. Bei der Jagd holen sie selbst größere Enten aus stehenden oder nur leicht fließenden Gewässern.

Korinna Lemke und ihr Distel durften nach bestandener Prüfung die Gratulation des Richters Harald Klein, des Prüfungsleiters Dr. Jürgen Scholz und von Margret Kläfker, die sich um das notwendige Schriftliche kümmerte, entgegennehmen. Der adlige Teckel schaffte die höchstmögliche Punktzahl von 220 und damit den ersten Preis und den Tagessieg.

Erfolgreich waren auch Frank Koppenhagen mit Theo jun. vom Reeseufer, Wilfried Hanke mit Daiko von der Vogtei, Andrea Stock-Heißmeyer mit Einstein von Staufenberg, Silke Babst mit Calle von Pöppels Hof sowie Rolf Drommershausen mit Jacco vom neunten Weinberg. Nach der bestandenen Prüfung war die Stimmung natürlich gut. Bei der Prämierung im Gasthaus Finkenborn dankte Dr. Scholz den Helfern Wilfried Hanke und Rolf Drommershausen sowie Ottmar Heise, dem Leiter des Forstamtes Hameln, dafür, dass das Revier zum Üben und für die Prüfung zur Verfügung stand. Wer sich für den Teckelklub interessiert, kann tagsüber mit Dr. Scholz unter Tel. 05152/51658 Kontakt aufnehmen.



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