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Reitvereinsvorstand schließt Finanzierungslücke mit Solaranlagen-Investor

Der Strom vom Dach der Reithalle könnte hundert Haushalte versorgen

Rinteln (wm). Weil sich bei den Sanierungsarbeiten für die Reithalle am Steinanger "eine Finanzierungslücke aufgetan hat", wie Reitvereinsvorsitzender Jörg Bressem schilderte, hatte der Vorstand im Internet an der "Dachbörse" das Reithallendach für eine Solaranlage angeboten und einen Investor gefunden: Georg Albinger aus Offenbach am Main. Albinger ist von Haus aus Jurist und rückte persönlich mit Radlader und einem Montageteam in Rinteln an, um auf die 800 Quadratmeter Dachfläche 496 Solarmodule zu packen - es ist damit eine der größten Fotovoltaikanlagen in Rinteln.

veröffentlicht am 20.09.2008 um 00:00 Uhr

Jörg Bressem und Georg Albinger: Die besten Geschäfte sind die,

Im Keller machen daraus zwölf Wechselrichter Strom - die Stadtwerke haben eine extra Zuleitung zur Reithalle gelegt, um die Einspeisung sicher zu stellen. Die Module sollen genug Strom produzieren, um rein rechnerisch 100 Haushalte versorgen zu können. Die Anlage überwacht Albinger am Computer von seinem Büro in Offenbach aus. Und das Projekt füllt die Finanzierungslücke, weil es Jörg Bressem mit Verhandlungsgeschick gelungen ist, den Investor zu überzeugen, die eigentliche jährlich über 20 Jahre zu zahlende Dachmiete für die Vertragslaufzeit in einer Summe an den Verein zu überweisen. Scherzte Bressem: "Geldknappheit regt die Fantasie an". Möglich geworden sei das Projekt allerdings auch nur durch die gerade abgeschlossene Dachsanierung, betonte Bressem - da hätte sich eine solche Nutzung geradezu angeboten. Es ist das zehnte Projekt des Offenbacher Investors. Albinger: Damit könne man zwar nicht "das schnelle Geld machen" aber es rechne sich durch die garantierte Einspeisevergütung. Für eine Pointe sorgte beim Pressetermin ein vorbeikommender Passant, der scherzte: "Jetzt können die Pferde abends ja sogar fernsehen."

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