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Nach dem 20. März, der Tag- und Nachtgleiche, werden die Tage wieder länger als die Nächte

Der Sternenhimmel zum Frühlingsbeginn im März

In diesem Monat fängt der Frühling an, und zwar ganz genau am 20. März, 12.44 Uhr MEZ. Am Frühlingsanfang steht die Sonne, vom Süden kommend, auf dem Himmelsäquator senkrecht über dem Erdäquator. Der Himmelsäquator ist die gedachte Linie, die senkrecht über dem Erdäquator den Himmel in eine Nord- und eine Südhalbkugel teilt, an deren Innenflächen, von der Erde aus gesehen, scheinbar alle Sterne stehen. Nach dem 20. März, der Tag- und Nachtgleiche, werden die Tage wieder länger als die Nächte. In der Nacht vom 28. zum 29. März werden darum die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit beginnt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 23:00 Uhr

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Autor:

Peter Stöver

Die Erde und alle übrigen Planeten bewegen sich in gleicher Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn in nahezu einer Scheibenebene um die Sonne. Speziell die Erdbahnebene wird Ekliptik genannt. Weil die Erde sich um die Sonne dreht, zieht letztere scheinbar am Ekliptikhintergrund vorbei, das heißt, sie zieht im Laufe eines Jahres durch alle 13 Tierkreisbilder, die viele Lichtjahre entfernt den Sternenhintergrund dieses Szenariums bilden. Dabei ist zu bedenken,

dass die Sonne nur 8,3 Lichtminuten von der Erde entfernt ist. Da die Sonne am Frühlingsbeginn auf dem Himmelsäquator steht, wird er hier von der Ekliptik geschnitten. Dieser Schnittpunkt, mit Namen Frühlingspunkt, liegt derzeit im westlichen Teil des Sternbildes Fi-

sche, und wird infolge des „Trudelns“ der Erdachse (Präzession) im Laufe der nächsten Jahrhunderte ins Sternbild Wassermann wandeln. Östlich vom Frühlingspunkt wandert die Sonne nach dem 20. März die Ekliptik hinauf durch die Sternbilder Fische, Widder, Stier nach Osten, bis sie am Sommeranfang ganz im westlichen Teil des Sternbildes Zwillinge am höchsten Punkt der Ekliptik angekommen ist. Venus am westlichen Abendhimmel nähert sich ab dem 5. März der Sonne, die ihr auf dem Tierkreis entgegenkommt. Venus wird am 27. März zwischen Erde und Sonne vorbeiziehen (untere Konjunktion) und anschließend rechts von der Sonne als Morgenstern sichtbar werden. Im Fernrohr wird Venus als Sichel zu sehen sein, die immer schmaler, aber auch größer wird, da sie sich der Erde nähert. Erst als Morgenstern im April wird sie wieder voller, aber auch kleiner, weil sie sich nun von der Erde entfernt und hinter die Sonne wandert. Saturn kommt am 8. März in Opposition zur Sonne, das heißt, er steht dann der Sonne gegenüber. Um Mitternacht steht er im Süden, wenn die Sonne im Norden ihren tiefsten Stand unter dem Horizont erreicht. Die Opposition eines Planeten bedeutet immer: Der Planet ist die ganze Nacht sichtbar und der Erde besonders nahe. Saturn steht im Ostteil des Tierkreisbildes Löwe. Im Fernrohr ist sein Mond Titan zu erkennen. In diesem Jahr sehen wir im Fernrohr auf die Kante des Ringes. Man sieht nur eine helle Linie, darum ist Saturn 2009 auch mit bloßem Auge deutlich weniger hell als sonst zu sehen. Am Abend des 10. März steht der fast volle Mond tief am Osthimmel neben dem Saturn, der dadurch wegen der Mondhelligkeit nur schwierig zu sehen ist.

Mondphasen: 4. März: erstes Viertel, 11. März: Vollmond, 18. März: letztes Viertel, 26. März: Neumond.



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