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M31 ist unsere Nachbargalaxie in „nur“ 3 Millionen Lichtjahren Entfernung und enthält 300 Milliarden Sterne

Der Sternenhimmel im Oktober 2009 ist ganz herbstlich

In der Nacht von Sonnabend, 24.10., zu Sonntag, 25.10., werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) ist wieder gültig.

veröffentlicht am 25.09.2009 um 23:00 Uhr

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Autor:

Dr. Peter Stöver

Der Sternenhimmel um 22.00 Uhr ist nun schon ganz herbstlich und wird von dem großen, hoch im Süden stehenden Herbstviereck des Pegasus beherrscht. Die Sterne des Quadrates sind zwar nicht besonders hell, aber dennoch in der sternenarmen Umgebung gut zu sehen. Blickt der Sternfreund von der oberen Seite des Quadrates nach links, schließt sich eine leicht nach unten gewölbte, weit auseinandergezogene Kette vier gleich heller Sterne an. Vom Pegasus aus gesehen, gehören die drei anschließenden Sterne zur Andromeda und der vierte, am weitesten nordöstlich stehend, zum Perseus. Es wird zwar immer vom Pegasusquadrat gesprochen, der obere linke Stern des Quadrates, mit Namen Sirrah, ist jedoch Hauptstern in der Andromeda. Geht der Beobachter vom linken oberen Viereckstern Sirrah nach links zum übernächsten Stern in der Kette und dann zwei schwache Sternchen entlang rechtwinklig nach oben, so ist knapp rechts oberhalb des zweiten schwachen Sternchens, gerade eben für das bloße Auge

sichtbar, ein länglich-ovaler Nebelfleck zu entdecken, der Andromedanebel M31, der einzige Spiralnebel, den man mit bloßem Auge erkennen kann. M31 ist unsere Nachbargalaxie in „nur“ 3 Millionen Lichtjahren Entfernung. Sie enthält 300 Milliarden Sterne und ist deswegen noch mit bloßem Auge

erkennbar. Der Abendhimmel zeigt nach wie vor Jupiter tief im Süden im Tierkreis- bild Steinbock. Am 13.10. beendet Jupiter seine Rückläufigkeit, also die Bewegung von Ost nach West, weil die schnellere Erde Jupiter überholt hat. Nun zieht der Riesenplanet wieder von West nach Ost, und die Erde entfernt sich von ihm. Jupiter verliert daher an Helligkeit und Größe und verschwindet in den nächsten Monaten in der westlichen Abenddämmerung.

Obwohl unsere Sternkarte immer nur den Abendhimmel zeigt, weil die meisten Leser nur am Abend den Himmel betrachten und morgens früh noch schlafen, ist der Morgenhimmel im Augenblick sehr interessant. Um Mitternacht, und später im Monat schon vor Mitternacht, steht der rötliche Mars, im Nordosten aufgehend, schon auffällig hell unterhalb von Castor und Pollux in den Zwillingen. Zeitweilig bilden Castor und Pollux mit Mars eine gerade Sternkette. Gegen Ende des Monats wandert der Mars nach Osten in den Krebs und passiert Anfang November den Sternhaufen Krippe (Praesepe, M44).

Der östliche Morgenhimmel zwischen dem 06. und 12.10. ist um 06.30 Uhr MESZ besonders schön. Unterhalb des Löwen, tief am Osthorizont, strahlen am 06.10. die helle Venus, links darunter der selten zu sehende Merkur und wieder links darunter der noch weit entfernte und deswegen schwach leuchtende Saturn. Am 12.10. haben die beiden schnell laufenden Planeten Merkur und Venus den langsamen Saturn fast überholt und stehen noch tiefer am Horizont. Am 16.10. ist Merkur fast schon am Osthorizont verschwunden, dafür steht die sehr schmale, abnehmende Mondsichel gegen 07.00 Uhr MESZ rechts von der hellen Venus und dem schwächeren Saturn.

Mondphasen: 04.10.: Vollmond, 11. 10.: letztes Viertel, 18.10.: Neumond, 26.10.: erstes Viertel.

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