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Bei der Grenzbegehung erläutert die Dorfgemeinschaft ihre Zukunftspläne

Der Spielplatz wird weiter zum Borsteler Dorfmittelpunkt umgebaut

Borstel (rnk). Solche Mitbürger liebt und braucht die Dorfgemeinschaft: Weil die Kinder von Wolfgang Kober groß geworden sind, hat er die Rutsche samt Holzständer gespendet. Jetzt steht das gute Stück auf dem Spielplatz, in der geografischen Mitte des Ortes. Dort hat die Dorfgemeinschaft durchaus noch große Pläne, wiebei der Grenzbegehung am Sonnabend zu hören war: Eine Boulebahn soll angelegt werden, damit die erwachsenen Einwohner abends auch mal einen echten Grund haben, sich dort aufzuhalten. Kurzum: Das Gelände an der Aue soll zu einem echten Dorfmittelpunkt wachsen.

veröffentlicht am 19.07.2006 um 00:00 Uhr

Hier ist der geografische Mittelpunkt des Ortes: Der Spielplatz

Ansonsten macht das gesamte Gelände einen äußerst gepflegten Eindruck, Ortsvorsteher Hans-Werner Gerber hat keinen Grund zur Klage: Die Hecken sind gestutzt, die Büsche gekürzt, der Unterstand hat eine neue Dachpappe. Es fehlt noch Wasser und Strom, aber dies, so Hans-Jürgen Schwaneberg von der Dorfgemeinschaft, sei bereits in Planung. Natürlich ist es in der Borsteler Dorfgemeinschaft wie anderswo auch: Es sind immer die gleichen vier oder fünf Mitglieder, die sich bei den Einsätzen am ersten Sonnabend im Monat einfinden, der Rest fehlt. Dafür hat Gerber sogar ein gewisses Verständnis: In vielen jungen Familien würden beide Elternteile arbeiten gehen, da gehöre dann das Wochenende ganz der Familie. Aber schön wäre es doch, wenn die Dorfgemeinschaft jüngeren Nachwuchs erhalten würde, meinte Schwaneberg. Nicht erhalten wird die Mühlenstraße eine Tempo-30-Regelung, wie es eine Anwohnerin beim Ortsvorsteher gewünscht hatte. Auetals Gemeindevize Thomas Priemer ließ es in seiner Antwort an Deutlichkeit nicht fehlen: Festsetzungsbehörde für eine Tempo-30-Zone sei der Landkreis. Bisher sei es so gelaufen: Die Gemeinde Auetal mache einen vernünftigen Vorschlag, der Landkreis treffe eine vernünftige Entscheidung. Das solle auch künftig, bitte schön, so bleiben. Also: Kein Tempo-30 auf einer engen und kurvenreichen Straße - auch ohne behördliche Anordnungen könne man hier gar nicht schneller fahren, war einhellige Meinung. Die Hochwassersituation wurde als nicht besonders gefährlich eingeschätzt: Rund 1000 Tonnen Mineralgemisch habe die Gemeinde in der Gemarkung aufschütten lassen, damit das Wasser in den nördlichen Bereich des Dorfes, wo es keinen Schaden verursachen und wieder versickern könne, fließe, betonte Priemer. Die Entscheidung, wo aufgeschüttet werdensollte, hatte die Gemeinde damals den Einwohner überlassen. Priemer: "Die wissen, wo es hinläuft." Und: Ein späteres Gutachten habe genau diese Maßnahme auch vorgeschlagen. Verärgert sind die Einwohner über die Wirtschaftswege, die im Zuge der Anlegung von Ausgleichsflächen zerfahren wurden und tiefe Spurrillen aufweisen. Dabei habe man damals versprochen, dass die Wege wieder hergestellt würden. Die Grenzbegehung führte die Teilnehmer in Richtung Struckfeld und dort, entlang der Grenze zu Rolfshagen, auf die Borsteler Hude, wo wieder einmal der Zustand des "Siedlungsweges" bemängelt wurde. Gerber und Priemer hatten da gute Nachrichten mitgebracht: Im August wird die Schlaglochpiste saniert.

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