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Unübersehbar hell leuchtet der Mars in orangenem Licht zwischen den Sternenbildern Löwe und Krebs

Der schönste Sternenhimmel ist im Januar 2010

Am Abendhimmel leuchtet tief im Südwesten immer noch Jupiter. Am 18. Januar steht die zunehmende Mondsichel oberhalb von Jupiter. An Januarabenden gegen 20 Uhr bis in die späte Nacht hinein ist der schönste Himmel des Jahres zu bewundern. Halbhoch am Südhimmel bildet der Orion ein großes, auf der kleinen Seite stehendes Rechteck, das in der Mitte von drei in einer Reihe leuchtenden Sternen wie durch einen Gürtel eingeschnürt wird. Links oben im Rechteck strahlt der rote Riese Beteigeuze, rechts unten der weiße Überriese Rigel.

veröffentlicht am 23.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 04.03.2010 um 15:54 Uhr

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Autor:

Peter Stöver

Am Abendhimmel leuchtet tief im Südwesten immer noch Jupiter. Am 18. Januar steht die zunehmende Mondsichel oberhalb von Jupiter.

An Januarabenden gegen 20 Uhr bis in die späte Nacht hinein ist der schönste Himmel des Jahres zu bewundern. Halbhoch am Südhimmel bildet der Orion ein großes, auf der kleinen Seite stehendes Rechteck, das in der Mitte von drei in einer Reihe leuchtenden Sternen wie durch einen Gürtel eingeschnürt wird. Links oben im Rechteck strahlt der rote Riese Beteigeuze, rechts unten der weiße Überriese Rigel. Links unterhalb der drei Gürtelsterne ist schon mit bloßem Auge der 1500 Lichtjahre entfernte Orionnebel M42 zu sehen. Schon der Feldstecher zeigt Einzelheiten. Es ist ein Wasserstoffgasnebel, aus dem laufend neue Sterne entstehen. Rechts vom Orion deutet eine bogenförmige Kette kleinerer Sterne das gegen den angreifenden Stier erhobene Schwert an. Der Stier springt von rechts den Orion an.

Der gelbe Hauptstern des Stieres, Aldebaran, das Stierauge, steht vor dem Sternhaufen Hyaden. Rechts oberhalb der Hyaden sieht der Beobachter das Siebengestirn, die Plejaden. Ein Horn des Stieres weist vom Aldebaran aus in nordöstliche Richtung nach oben in das unregelmäßige Fünfeck des Fuhrmannes. Fast im Zenit strahlt

die helle Kapella als die hellste Ecke im Fünfeck. Unüberseh-

bar hell leuchtet Mars im orangenem Licht zwischen den Sternbildern Löwe und

Krebs. Am 29. Januar steht er in Opposition zur Sonne und ist daher die ganze Nacht sichtbar. Östlich, etwas

tiefer als der Fuhrmann, leuchten die Zwillinge mit den fast gleich hellen Sternen Castor und Pollux. Östlich davon schließt das unscheinbare Tierkreisbild Krebs an. Noch weiter östlich am Horizont ist der Löwe zu erkennen. Sein Hauptstern Regulus steht genau auf der Ekliptik. Östlich vom Löwen geht in der zweiten Nachthälfte die Jungfrau auf, in der in diesem Monat der Ringplanet Saturn zu sehen ist. Am 6. Januar steht der abnehmende Mond bei Saturn. Im Süden leuchtet der Sirius im Großen Hund. Die drei Gürtelsterne des Orions weisen auf Sirius hin. Sirius, Prokyon, Pollux, Kapella, Aldebaran und Rigel bilden das Wintersechseck, auch Halskette genannt (s. Sternkarte). Am 3. Januar steht die Erde im Perihel, d. h. sie steht mit 147,1 Millionen km Abstand in Sonnennähe, rund fünf Millionen Kilometer näher an der Sonne als zur Zeit des Aphels (Sonnenferne) Anfang Juli.

Mondphasen: 7.1.: letztes Viertel, 15.1.: Neumond, 23.1.: erstes Viertel, 30.1.: Vollmond (südlich vom Mars, der genau wie der Mond auch in Opposition steht. Äußere Planeten in der Nähe des Vollmondes stehen immer in Opposition zur Sonne).



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