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Tag des offenen Denkmals: 28 Sehenswürdigkeiten und ein bunt gefächertes Rahmenprogramm warten auf die Besucher

Der Schaumburger Wald zeigt seine Denkmäler

Bückeburg (bus). "Rasen, Rosen und Rabatten - Historische Gärten und Parks" hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dem von ihr ausgerichteten Tag des offenen Denkmals 2006 als Motto vorangestellt. Die hierzulande für die Organisation zuständige Schaumburger Landschaft präsentiert am Sonntag, 10. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr, insgesamt 28Sehenswürdigkeiten, deren Türen für gewöhnlich verschlossen bleiben. Neun Projekte liegen im Bereich der Stadt Bückeburg, respektive kurz hinter der Landesgrenze im westfälischen Frille.

veröffentlicht am 19.08.2006 um 00:00 Uhr

In Meinsen steht die evangelisch-lutherische Kirche auf dem Prog

"Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, dieÖffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken", beschreibt die DSD das grundsätzliche Anliegen der Aktivität. Denkmalstage gab es zum ersten Mal 1993. Seitdem ist die Zahl der gezeigten Objekte (1993: 3 500; 2005: 7 000) und Besucher (zwei Millionen/4,4 Millionen) kontinuierlich angewachsen. Als wesentlichen Teil des Erfolgs führt die Stiftung das Konzept "Geschichte zum Anfassen" an. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpfleger anhand konkreter Beispiele über ihre Aufgaben und Tätigkeiten. Archäologen, Restauratoren, Handwerker und sachkundige Laien demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die dem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Die "Landschaft" lenkt den Blick der Interessenten in diesem Jahr vornehmlich auf den Schaumburger Wald. Gerade hier werde der immer schnellere Wandel unserer Zeit deutlich, erläutert Sigmund Graf Adelmann. Der Geschäftsführer der Landschaft: "Bauernhöfe werden umgenutzt, Forsthäuser erfüllen nicht mehr ihren alten Zweck, archäologische Denkmale sind durch moderne Wirtschaftsformen bedroht." Doch Denkmalschutz schließe Wandel nicht aus. "Wandel bedeutet nicht nur Bedrohung, denn der Reiz vieler Denkmale liegt gerade im Zusammenspiel der Bauphasen mehrerer Epochen und auch neuer Nutzungen", sagt Adelmann. Der "offene Tag" hält nicht nur die Vorstellung der eigentlichen Sehenswürdigkeit, sondern auch ein bunt gefächertes Rahmenprogramm parat. Geboten werden Ausstellungen und Führungen, Musik und alte Handwerkstechnik sowie eine Reihe kulinarischer Überraschungen. Als zusätzliches Angebot haben die Organisatoren eine Fahrradroute ausgearbeitet und ausgeschildert, die alle 28 Stationen miteinander verbindet. In Bückeburg und Frille werden vorgestellt der neu angelegte Bauerngarten des Hofes Wehmeyer in Warber (Zusatzangebote: Büro und Leibzucht geöffnet), die evangelisch-lutherische Kirche (10 Uhr Gottesdienst, anschließend gemeinschaftliche Kunstaktionen) und das Forsthaus Meinser Kämpen (Diele geöffnet, Ausstellung alter Forstgeräte) in Meinsen sowie der Hof Barthold (Vorstellung Bau- und Bodenfunde) und die Leibzucht Prange (Haus geöffnet, Vorführung Zimmerarbeiten) in Cammer. Barockmusik inüberlieferten Kostümen, Führungen zum historischen Garten, ein NABU-Programm und die Weckbatterie Wölpinghausen lassen einen Besuch von Schloß Baum in Rusbend interessant erscheinen. Die evangelisch-lutherische Kirche (10 Uhr Gottesdienst, Kirchenführungen nach Bedarf), Viets Dorfcafé (Caféab 11 Uhr geöffnet, stündlich Führungen durch die Ortschaft zum Thema "historischer Dorfverlauf") und der Jüdische Friedhof (Führungen nach Bedarf) warten in Frille. Ein eigens ausgearbeiteter Prospekt samt ausgeschilderte Fahrradroute, die alle alle 28 Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet, liegt an zahlreichen Stellen aus.

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