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Der Region Hameln droht im Sommer eine Entlassungswelle

Hameln (TT). Der Wirtschaftsregion Hameln droht im Sommer eine Entlassungswelle. Das ist ein Ergebnis des regionalen Wirtschaftsbarometers für den Mai 2009. Bei einer Unternehmensumfrage zu den Auswirkungen der aktuellen Konjunkturkrise wurde deutlich, dass die Firmen die Wirtschaftslage schlechter einschätzen als im Herbst 2008, dass die Stimmung gelitten hat – und vor allem, dass der Auftragsbestand bei 77 Prozent der Betriebe bei maximal zwei Monaten liegt.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 15:56 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Gegen den Trend viel zu tun: Containerbau Hameln.

Hameln (TT). Der Wirtschaftsregion Hameln droht im Sommer eine Entlassungswelle. Das ist ein Ergebnis des regionalen Wirtschaftsbarometers für den Mai 2009. Bei einer Unternehmensumfrage zu den Auswirkungen der aktuellen Konjunkturkrise wurde deutlich, dass die Firmen die Wirtschaftslage schlechter einschätzen als im Herbst 2008, dass die Stimmung gelitten hat – und vor allem, dass der Auftragsbestand bei 77 Prozent der Betriebe bei maximal zwei Monaten liegt.
An der aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung TransForma Syndikat GmbH und des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im mittleren Wesergebiet (AdU) haben 63 Unternehmen teilgenommen, die 4200 Arbeitsplätze repräsentieren. 52 Prozent der Firmen sehen die aktuelle Wirtschaftslage schlechter als in 2008 – nur acht Prozent sagen: Die Lage ist besser.
Das größte Problem ist der fehlende Auftragseingang: 57 Prozent der Firmen in der Region haben starke Rückgänge zu verzeichnen, 47 Prozent der Geschäftsführer erwarten darüber hinaus im Laufe des Jahres noch ein weiteres Minus. TransForma-Geschäftsführer Thomas Mahrenholtz: „Viele Betriebe haben wirklich drastische Einbrüche hinzunehmen.“ Entsprechend der halb leeren Auftragsbücher sind viele Unternehmen jetzt schon nicht ausgelastet. 38 Prozent haben derzeit noch deutliche Kapazitäten frei.
 Mahrenholtz erläutert die möglichen Auswirkungen „des unglaublich kurzen“ Auftragsbestandes von zwei Monaten: „Die meisten Firmen fahren auftragstechnisch auf Sicht. Wenn der Auftragsbestand abgearbeitet ist und keine neuen Bestellungen hineinkommen, dann gibt es das Risiko einer Entlassungswelle.“ Schließlich böten auch die Umfragewerte beim Auftragseingang keinen Anlass zu größerem Optimismus. Es sei nicht absehbar, dass die Krise schnell überwunden werde, so Mahrenholtz.



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