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IG Metall Jugend unterstützt Projekt „Wünsch dir was“ mit Spende

Der Osterhase als Leiharbeiter

Hameln/Hildesheim/Alfeld. Große Freude bei der evangelischen Kirchengemeinde in Bad Salzdetfurth. Astrid Stolka und Regina Schnieber vom Diakonieausschuss der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Bad Salzdetfurth haben eine Spende in Höhe von 700 Euro der jungen Gewerkschafter von der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim entgegen genommen.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:41 Uhr

„Über 50 Prozent der Spende ist bei einer Nikolaus-

aktion der IG Metall Jugend auf dem Weihnachtsmarkt in Hildesheim gesammelt worden“, sagte der Gewerkschaftssekretär Tobias Scholz. „Der Osterhase schlüpfte in die Rolle eines Menschen, der gezwungenermaßen als Leiharbeiter seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Da sein Gehalt nicht dafür reicht, ,seinen‘ Kindern Weihnachtsgeschenke zu kaufen, musste er für sie Spenden sammeln.“ Junge Gewerkschafter von Robert Bosch (Hildesheim), Lenze (Groß Berkel) und Volvo CE (Hameln), die sich im Ortsjugendausschuss der IG Metall engagieren, hatten sich für diese Aktionsform entschieden, um auf Kinderarmut hinzuweisen, die insbesondere durch Leiharbeit entstehen kann.

Die Mitglieder der Delegiertenversammlung der IG Metall unterstützten die Aktion ihrer jungen Kolleginnen und Kollegen und steuerten einen ebenso hohen Beitrag zu der Spende bei.

„Das Engagement der jungen Metaller ist anerkennenswert“, lobt Uwe Mebs, erster Bevollmächtigter der IG Metall. „Es zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Zudem würden zwei Aspekte der Gewerkschaftspolitik deutlich. Gesellschaftspolitisch betrachtet sei die Aktion der jungen Gewerkschaft auf dem Weihnachtsmarkt Hilfe zur Selbsthilfe für die Betroffenen. Tarifpolitisch sei mit den in diesem Jahr abgeschlossenen Tarifverträgen über die Arbeitsbedingungen in der Leiharbeitsbranche eine immense Verbesserung bei den Einkommen erreicht worden.

Für die jungen Gewerkschafter stehe fest, dass in Sachen Leiharbeit die Politik weiterhin in der Verantwortung sei, berichtet Mike Wasner. Die Leiharbeit sei ein gesellschaftspolitscher Skandal. „Da gerade junge Menschen nach erfolgreicher Berufsausbildung von prekärer Beschäftigung besonders betroffen sind, werden wir weiter aktiv sein, um diesen Zustand zu beenden“, blickt Tobias Scholz voraus. „Wer voll arbeitet, muss auch ein Gehalt bekommen, dass eine volle Teilhabe an der Gesellschaft garantiert“, so die jungen Gewerkschafter einstimmig.



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