weather-image
15°
Fußball: SV Obernkirchen schlägt VfL Bückeburg II mit 1:0 / Siegtor in der Nachspielzeit

Der Ochsenbruch bebt

veröffentlicht am 17.04.2017 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 18.04.2017 um 10:10 Uhr

Chris Hope (links) stoppt den Bückeburger Marvin Stahlhut, später sieht der SVO-Spieler die Gelb-Rote Karte. Foto: ph
4292_1_orggross_s-blaumann

Autor

Sebastian Blaumann Redakteur Sport zur Autorenseite

OBERNKIRCHEN. Frohe Ostern beim Fußball-Bezirksligisten SV Obernkirchen. Das Team von Trainer Oliver Nerge holte am Doppelspieltag sechs Punkte und verscheuchte damit das Abstiegsgespenst vom Ochsenbruch. Nach dem 3:1-Erfolg am Samstag gegen den FC Stadthagen folgte am Ostermontag ein 1:0-Sieg gegen die Reserve des VfL Bückeburg.

Das Derby begann gleich mit einer kniffligen Szene: Dennis Wist wurde in der 2. Minute auf der Strafraumkante gefoult, doch die Pfeife von Schiedsrichter Ridvan Ceylen blieb stumm. „Das war eine Notbremse und somit eine klare Rote Karte“, ärgerte sich Nerge. Danach blieb die Partie fast ohne Aufreger. Beide Teams waren auf Torsicherung bedacht und scheuten das Risiko. Auf beiden Seiten gab es jeweils nur eine gute Möglichkeit. In der 33. Minute war Marvin Stahlhut frei durch, doch der Abschluss des Bückeburgers rauschte am langen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite prüfte Maurice Matz (38.) VfL-Keeper Sören Raschke mit einem 20-Meter-Hammer. Torlos ging es in die Kabinen.

Die zweite Hälfte verflachte dann noch mehr. Chancen waren hüben wie drüben Mangelware. Während der SVO um jeden Ball kämpfte, wirkten die Aktionen der Bückeburger Zweiten sehr pomadig und ohne Zielstrebigkeit. Erst in der Schlussphase wurde das Match wieder munterer. Per Zufall hatten die Gäste eine weitere gute Chance. Markus Mensching (80.) fiel der Ball fünf Meter vor dem SVO-Tor vor die Füße, doch der Bückeburger traf beim ersten Versuch nicht das Spielgerät und beim zweiten scheiterte er an Obernkirchens Schlussmann Christoph Stork. Vier Minuten später stand der SVO nach einer Gelb-Roten Karte für Chris Hope nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. In Überzahl lief der VfL dann in sein Verderben: Jan Köpper nickte in der Nachspielzeit zum Obernkirchener 1:0-Erfolg ein, der Ochsenbruch bebte.

VfL-Coach Martin Prange war bedient: „Die zweite Hälfte war gar nichts. Mir ist es unerklärlich, dass wir in Überzahl hinten die Ordnung komplett verlieren.“ Dagegen jubelte sein Gegenüber Oliver Nerge: „Die Mannschaft hat Charakter und sich einen glücklichen Dreier erkämpft.“

SVO: Stork, Matz (63. Muhammed Yel), Gräber, Hagen, Hope, Wist, Mittmann, Wehmeyer, Kummert, Köpper, Klose (81. Watermann).

VfL II: Raschke, Büsing, Marzinowski, Mensching, Buchholz, Battaglia, Stahlhut, Nasef (73. Altunsöz), Ghonaim, Herting, Stolte.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare