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Herzen der Kinder, Eltern und Kollegen im Nu erobert - Jens Beckmann leitet die Immanuel-Schule

Der "Neue" hofft bereits auf baldigen Entsatz

Bückeburg (tw). Die Immanuel-Schule hat einen neuen Leiter: Jens Beckmann. Der 64-Jährige, in der Nähe von Lübeck geboren, tritt die Nachfolge von Sabine Wascheszio an, die nach Obernkirchen an die Grundschule am Kammweg gewechselt ist (wir berichteten).

veröffentlicht am 12.09.2007 um 00:00 Uhr

Sein vorderstes Ziel hat Jens Beckmann an die Tafel geschrieben.

"Ich hätte mir gewünscht, ich wäre früher nach Bückeburg gekommen", sagt Beckmann, der sich ob seines Alters selbst als "Übergangslösung" sieht. Zwar betrage seine kalkulierte Stehzeit an der "Freien Christlichen Schule Schaumburg" zwei Jahre - "aber ich wünsche mir, die Leitung möglichst schnell an einen jüngeren Nachfolger oder eine jüngere Nachfolgerin übergeben zu können", so der "Neue". Nichtsdestotrotz hat Beckmann an der Immanuel-Schule offenbar einen guten Start gehabt: "Er hat die Herzen der Kinder, Eltern und Kollegen in nicht mal einer Woche erobert", zeigt sich Matthias Eckel begeistert. Nach Auskunft des Vorsitzenden des Trägervereins ist die Stelle von Wascheszio bereits im Januar 2007 ausgeschrieben worden. Eckel auf die Frage, ob der Wechsel der Kollegin nach Obernkirchen in Zusammenhang mit Turbulenzen um die Person von Peter Rohde steht: "Nein." Wie berichtet hatte Rohde, Vorsitzender des Fördervereins und Richter am Landgericht, mit seinen Ansichten über Ehe und Ehebruch auch bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Eckel: "Frau Wascheszio hat die Immanuel-Schule vor sieben Jahren mit gegründet und in der Folge weiter entwickelt. Wir sind ihr sehr dankbar." "Nein", sagt aber auch Wascheszio, von der Landes-Zeitung angesprochen, auf die "Rohde"-Frage. Die frühere Immanuel-Leiterin: "Im Gegenteil. Die Atmosphäre an der Schule war gut. Mein Wechsel hat ausschließlich persönliche Gründe." Mit Blick auf ihre Nachfolge habe es zwei Vorstellungs- sowie mehrere Telefongespräche mit gleichfalls Interessierten gegeben - ehe dann die Wahl auf Beckmann fiel, den ein Mitglied des Lehrerkollegiums in die Diskussion gebracht habe. Der Lübecker: "Als ich nach Bückeburg gekommen bin, hatte ich zunächst Provinzialität erwartet." Was er dann aber zu seiner Überraschung vorgefunden habe, "das ist eine zwar kleine, aber exklusive Privatschule von hoher Qualität und ebenso hohen Leistungsanforderungen". Die Ergebnisse der Lernprozesse lägen laut Vergleichsstudie über dem Landesdurchschnitt. Außerdem sei die Immanuel-Schule eine "äußerst persönliche Schule", in der jedes Kind wahrgenommen werde und ein echtes zu Hause habe. Beckmann zu seinen Zielen: "Ich möchte das Netzwerk der Lehrer, Betreuer, Eltern und Helfer ausbauen und die Kompetenz der Mitarbeiter weiter erhöhen. Außerdem wolle er sich um wohlwollende Sponsoren bemühen. Der Lebenslauf des neuen Schulleiters in Auszügen: Beckmann begann seine Tätigkeit als Lehrer nach dem Studium 1967 in einer zweiklassigen Volksschule bei Fehmarn. Nach dem Umzug nach Lübeck unterrichtete er an einer vierzügigen Grund- und Hauptschule. 1977 wurde Beckmann zum Konrektor ernannt. Ab 1980 war der "Neue" Leiter einer Grundschule mit den Schwerpunkten Gewaltprävention und offener Unterricht. In der Folge war Beckmann Mitglied der Gründungsgruppe für christliche Schulen in Hamburg und später auch in Kiel. 1997 erfolgte wegen einer - inzwischenüberstandenen - Krankheit die vorzeitige Pensionierung aus dem Schuldienst. In der Folge widmete sich Beckmann der Durchführung von Ehe- und Männerseminaren, Lehrerfortbildungen an christlichen Schulen in Kiel und Leer sowie der Konfliktberatung.



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