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Kommunen planen Stromerzeugung vor Ort

Der Mix macht’s: Energie im Wandel

veröffentlicht am 23.02.2013 um 00:00 Uhr

Die Zeichen stehen auf Energiewende: Im Energiemix der Zukunft sollen die erneuerbaren Energien den Hauptanteil übernehmen. Das Ziel der Bundesregierung ist es, den Stromanteil aus Sonne, Wind und anderen Energieträgern bis 2020 auf mindestens 35 Prozent zu erhöhen und so eine starke Alternative zur Kernkraft zu bilden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist auch ein weiterer Ausbau der Stromleitungen geplant. Denn noch sind die deutschen Netze nicht flächendeckend auf den Transport der erneuerbaren Energien ausgelegt. Dies ist ein Nachteil für die Endverbraucher: Der Strompreis steigt, weil der notwendige Ausbau der Hochspannungsnetze zum Teil von den Nutzern mitfinanziert werden muss. Zwar haben auch die zuständigen Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und für Wirtschaft und Technologie (BMWI) erkannt, dass Anpassungen erforderlich sind, um die Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu dämpfen. Dennoch sind Kommunen und Bürgervertreter gefragt. Sie könnten der Belastung entgegensteuern, wenn sie sich für eine Umsetzung der energiepolitischen Ziele auf kommunaler Ebene einsetzen. Das ist möglich, wenn man das System von Energieerzeugungseinheiten dezentralisiert. Also mehrere kleine Einheiten anstatt weniger großer einsetzt und diese auf unterschiedliche Standorte, sprich Kommunen, verteilt.

Die Idee hinter dem Projekt namens „Erneuerbare Energien in Ihrer Kommune“: Bürgervertreter und kommunale Projektleiter analysieren die Möglichkeiten lokaler Energieerzeugung. Sie legen den angestrebten Energiemix – Photovoltaik, Windenergie, Blockheizkraftwerke oder Biomasse – fest und arbeiten aufgrund ihrer Ortskenntnis mögliche Flächennutzungspläne aus. Gemeinsam mit einem Partner gilt es dann, schlüssige Konzepte umzusetzen. Das Beratungsunternehmen hat die Aufgabe, Aspekte wie den Anschluss der Energieerzeugung ans Netz oder den Bau von Verteilnetzen planerisch zu begleiten und den Kommunen Möglichkeiten zur Umsetzung aufzuzeigen.

Ein solches kommunales Projekt sollte in allen Planungsphasen kompetent und unabhängig begleitet werden. Wird es erfolgreich umgesetzt, profitieren Endverbraucher und Kommunen gleichermaßen davon. Zum einen ist ein teurer Ausbau von Hochspannungsleitungen in der entsprechenden Umgebung nicht erforderlich, weil die Energie bereits „verbrauchernah“ erzeugt wird. Zum anderen trägt die kommunale Energieversorgung dazu bei, unabhängig zu werden. Denn über den gewünschten Energiemix entscheiden die Menschen vor Ort unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten. So verbleibt ein Großteil der Wertschöpfung in der Region.

Erneuerbare Energien sollen bis zum Jahr 2020 mindestens zu 35 Prozent zur Stromversorgung in Deutschland beitragen. An dieser Energiewende können auch Kommunen maßgeblich mitwirken.

djd/UDI/CJS



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