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Der Messerstecher legt Geständnis ab

Holzminden (bs). Schneller Erfolg der Holzmindener Polizei nach dem tödlichen Messerstich am Freitag: Mit den Ergebnissen der Ermittlungen konfrontiert, legt ein 46 Jahre alter gestern Vormittag vor dem Haftrichter ein Geständnis ab.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Holzminden (bs). Schneller Erfolg der Holzmindener Polizei nach dem tödlichen Messerstich am Freitag: Mit den Ergebnissen der Ermittlungen konfrontiert, legt ein 46 Jahre alter gestern Vormittag vor dem Haftrichter ein Geständnis ab.
 Der Holzmindener hatte seinen 65 Jahre alten Zechkumpan im Streit mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen. Das Opfer verblutete langsam. Mehr als zehn, zwölf Stunden später hatte der 46 Jahre alte Mann besorgt, weil des seinem Wohnungsnachbarn immer schlechter ging, veranlasst, dass der Rettungsdienst alarmiert wurde. Zu spät.
 Das Drama spielt sich im Trinkermilleu ab. Der 46 Jahre alte Mann und das 65 Jahre alte Opfer leben in kleinen Zimmern, die über der Gaststätte „Kaiserhof“ in Holzminden liegen. Dort kommt es, wie die Polizei Holzminden inzwischen ermittelt hat, bereits in der Nacht zum Freitag zu einem Streit zwischen dem 46-Jährigen und seinem Opfer. In dessen Verlauf sticht der Jüngere, erheblich alkoholisiert, dem 65-Jährigen in den Oberschenkel.
 Der mutmaßliche Täter lässt seinen Zechkumpan in dieser Nacht allein, besucht ihn aber am Freitag, auch gemeinsam mit einem 60 Jahre alten Freund. Der Verletzte liegt im Bett. Es geht ihm immer schlechter. Auf Veranlassung des 46-Jährigen erfolgt dann, um 19.39 Uhr am Freitagabend, der Notruf bei der Leitstelle in Hameln. Als der Notarzt und die Sanitäter eintreffen, sitzt der 65-Jährige in einer Blutlache auf seinem Bett. Noch ist er ansprechbar. Doch der Notarzt kann ihm nicht mehr helfen, er stirbt noch in der Wohnung.
 Die Obduktion, die gleich am Samstagmorgen durchgeführt wird, ergibt zweifelsfrei, dass die Arterie im Oberschenkel durch den Messerstich erheblich verletzt wurde. Der Mann ist innerlich und nach außen langsam verblutet.
 Die Polizei ermittelt auf Hochtouren, stößt schnell auf die beiden Zechkumpane, die am Samstag zunächst festgenommen, wegen nicht ausreichenden Tatverdachts am Samstagnachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt werden müssen. Doch die Polizei sammelt weiter Daten und Fakten, vernimmt eine Reihe von Zeugen und kann so den Tatverdacht gegen den 46 Jahre alten Mann erhärten.
 Die Staatsanwaltschaft Hildesheim beantragt gestern Morgen Haftbefehl. Die Polizei Holzminden nimmt den Mann fest, führt ihm dem Haftrichter am Amtsgericht in Hildesheim vor. Mit der erdrückenden Beweislast konfrontiert, legt der Mann gestern Vormittag vor dem Amtsrichter in Hildesheim ein Geständnis ab.
 Der 46-Jährige ist zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert worden. Einen Tötungsvorsatz hat man dem Mann nicht nachweisen können. Ermittelt wird jetzt gegen ihn wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

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