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Teilnehmerzahl an "Landsommer"-Angeboten steigt innerhalb eines Jahres von 200 auf 650

"Der Mensch einfach ist nicht zu ersetzen"

Landkreis (sk). Eine außerordentliche Steigerung der Resonanz auf die "Landsom- mer"-Gästeführungen in Schaumburg hat Wilma Kolbe, Sprecherin des Arbeitskreises Gästeführung im Schaumburger Land, während der Hauptversammlung des Arbeitskreises im Lauenhäger Bauernhaus mitgeteilt. Nahmen im Jahr 2006 im Schaumburger Bereich 200 Gäste an den im ganzen Weserbergland veranstalteten Touren und Führungen teil, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 6 50.

veröffentlicht am 08.03.2008 um 00:00 Uhr

Die Führungen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmalen an bestimmten Tagen, angeboten seit 2001 unter dem Titel "Landsommer", werde immer bekannter. Darin sah Kolbe einen Grund für die rasant gestiegenen Teilnehmerzahlen. Olaf Boegner, Leiter des Schaumburger Tourismusmarketings, bescheinigt den Gästeführerinnen zudem eine gute Qualität ihres Engagements. Weiterhin wende sich das Interesse vieler Menschen, die im Urlaub jahrelang das Ausland bereist haben, jetzt Zielen in der Heimat zu. Das Programmheft "Landsommer 2008" stellt 26 Themenausflüge an insgesamt 38 Terminen vor. Neu hinzugekommen sind unter anderem das Thema Wilhelm Busch sowie der Mittellandkanal und der Haster Wald und "Schloss Baum bei Nacht". Das Heft, das eine Auflagensteigerung um 2000 auf 17 000 gegenüber dem Verzeichnis 2007 erfahren hat, liegt unter anderem in allen Tourismusinformationen in Schaumburg aus. Außer im "Landsommer" haben sich die Gästeführerinnen - inzwischen sind auch zwei Männer dabei - Stadt- und Themenführungen gewidmet, haben Bustouren begleitet und Vorträg veranstaltet. Insgesamt nahmen 4086 Menschen an den Veranstaltungen teil, bilanzierte Arbeitskreismitglied Christian Jürgens. Von Gästeführern begleitete Bustouren führen unter anderem nach Stadthagen, wo für die Besichtigung von Kirche und Mausoleum elektronische "Fremden- führer" bereitliegen, angeschafft ihm Rahmen des Projektes "Erlebniswelt Renais- sance". Ursula Kerkmann, Mitglied im Verein Renaissance Stadthagen, warb dafür, Kirche und Mausoleum in Führungen mit einzubeziehen, auch wenn für den Besuch ein Obolus extra gezahlt werden müsse. Besonders das Mausoleum stelle "doch einen ganz besonderen Schatz dar". In einem Punkt waren sich alle Anwesenden einig: Trotz des Einsatzes moderner elektronischer Vermittlungsmedien in der Fremdenführung könne auf personellen Einsatz nicht verzichtet werden. "Geräte können keine Fragen beantworten", meinte Sophie Mensching, und Wilma Kolbe bekräftigte: "Der Mensch ist einfach nicht zu ersetzen."



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