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Weihnachtliches Treiben lockt Besucher selbst aus Hannover / Stelzen-Engel und Didgeridoo-Spieler als Attraktionen

"Der Markt in Bückeburg ist viel schöner als anderswo"

Bückeburg (mig). Von den gefallenen Engeln der Gruppe Hochkant bis zum Friedenslicht am Abend - am vierten Advents-Sonntag präsentierte sich der Weihnachtsmarkt entlang der Langen Straße als prächtig verpacktes Geschenk an Bückeburg. "Der Markt in Bückeburg ist einfach viel schöner als anderswo", lobte ein Ehepaar aus Hannover die Organisatoren.

veröffentlicht am 18.12.2007 um 00:00 Uhr

Didgeridoo-Spieler im Mallalai.

Trotz der klirrenden Kälte hatten sich auch am Sonntag wieder viele hundert Besucher eingefunden, um das breite Angebot der Budenbesitzer und die abendliche Licht-Stimmung zu genießen. Beim Flanieren durch die Menge rieb sich allerdings manch ein Gast verwundert die Augen: zwei riesenhafte Engel forderten die Passanten auf Stelzen staksend zum Mitsingen auf. "Wir sind vom Himmel gefallen und können nur dann zurück, wenn viele mitmachen", erklärten die beiden Akteure der Gruppe "Hochkant". Nur eine Gruppe Jugendlicher ließ die gefallenen Engel im Stich ("wir kennen gar kein Weihnachtslied"); die meisten Passanten stimmten "Oh Tannenbaum" oder "Macht hoch die Tür" an. Ein kleines Mädchen ließ sich von den Engeln allerdings nicht beirren. "Mit den kleinen Flügeln können die doch gar nicht fliegen", sagte es ganz bestimmt zu seinen Eltern. Die wirklich letzte Weihnachtsüberraschung konnten sich die Besucher dann am Stand der "Bilche" abholen. Die Bückeburger Pfadfinder-Gruppe hatte viele kleine Pakete gepackt und verkaufte diese für wenig Geld. "Die Käufer mussten sich verpflichten, das Präsent wirklich erst ganz zum Schluss zu öffnen", sagte Pfadfinder-Chef Stefan Specht. Durch den Verkauf wird die Arbeit der Pfadfinder unterstützt, auf die "Spender" warten vom Handel und der Gastronomie gestiftete Artikel (Gutscheine). Etwas verdutzt, dann aber begeistert reagierten viele Passanten auf die Didgeridoo-Spieler im und vor dem Mallalai. Schon von weitem waren die tiefen "Toots" zu Hören, vor der Tür spielte Jonathan Kaufhold auf einem modifizierten Plastikrohr. "Der Anlass unseres Spiels ist der Weihnachtsmarkt, wir dachten das Instrument passt eigentlich ganz gut", erklärte George White. Mit derÜbergabe des Friedenslichts endete der Tag schließlich besinnlich. Eine Abordnung der "Bilche" hatte das Licht, das in Jerusalem auf die Reise geschickt wird, abgeholt und nach Bückeburg gebracht. Stefan Specht: "Das Licht wird ökumenisch an Gemeinden in ganz Europa verteilt." Nach einer Andacht von Pastor Klaus Zastrow wurde eine Lichterkette für den Frieden (initiiert von der Arbeitsgemeinschaft Innenstadt vom Bückeburger Stadtmarketing und Handel Aktiv) daran entzündet - viele Bückeburg legten eine Lichtspur entlang der Langen Straße.

Auf den Bückeburger Weihnachtsmarkt gefallen: Die Engel der Grup
  • Auf den Bückeburger Weihnachtsmarkt gefallen: Die Engel der Gruppe"Hochkant" wollten wieder in den Himmel zurück. Fotos: mig
"Erst ganz zum Schlussöffnen": Die Bückeburger "Bilche" mit Stef
  • "Erst ganz zum Schlussöffnen": Die Bückeburger "Bilche" mit Stefan Specht (l.) haben viele kleine Päckchen gepackt.

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