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4,2-Millionen-Neubau an der Dieselstraße: Lagerhalle steht / Einweihung erst 2008

"Der Markt geht ab wie verrückt" - PGB sehnt Werkstatt-Eröffnung herbe i

Rinteln (crs). Die Fundamente sind gelegt, die Lagerhalle steht bereits, die Kanalarbeiten sind im Gange: An der Dieselstraße im Industriegebiet Süd entsteht zurzeit die neue Werkstatt der Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe (PGB). 120 Menschen sollen hier Arbeit finden; 4,2 Millionen Euro werden dafür investiert. Nachdem sich der Baubeginn wegen eines Vergütungskonflikts mit dem Landesamt für soziale Angelegenheiten schwierig gestaltet hatte (wir berichteten), läuft seit dem ersten Spatenstich im September alles reibungslos.

veröffentlicht am 09.01.2007 um 00:00 Uhr

"Der milde Winter begünstigt das Bauvorhaben natürlich enorm", sagt PGB-Geschäftsführer Bernd Hermeling zum Stand der Dinge, "wir sind absolut im Zeitplan." Der allerdings musste in den vergangenen anderthalb Jahren gründlich umgeschrieben werden. Im Mai 2005 war die PGB-Geschäftsführung noch von einer Werkstatt-Einweihung Ende 2006 ausgegangen. Doch dann kam der Ärger mit dem Landesamt: Das kürzte die Vergütungen für die in den Werkstätten beschäftigten Menschen um fünf Prozent, erhebliche Sparzwänge waren die Folge. Sachkosten wurden immer weiter reduziert, innerbetriebliche Abläufe optimiert, bis es endlich grünes Licht für den Neubau gab. "Das war auch höchste Zeit", stellt Hermeling die Dringlichkeit des Bauvorhabens dar: Die alte Werkstatt ist eigentlich nur auf 120 Mitarbeiter ausgerichtet - schon jetzt ist sie mit rund 200 Beschäftigten dauerhaft überbelegt. Dass die insgesamt 240 Plätze schnell vergeben sein werden, daran hegt Hermeling nicht den geringsten Zweifel: "Wir erwarten in den nächsten Jahren Belegungszuwächse für Rinteln." Lieber heute als morgen würde Rintelns Werkstattleiter Frank-Mathias Exner mit der Produktion in der neuen Werkstatt beginnen. "Der Markt geht ab wie verrückt", berichtet er von prall gefüllten Auftragsbüchern. Immer wieder muss er potenzielle Neukunden vertrösten. "Im Prinzip ist auch die neue Werkstatt schon jetzt ausgelastet." Der rund 3000 Quadratmeter große Neubau entsteht baugleich zur bestehenden Werkstatt. Auch hier wird es einen Textilbereich für Näharbeiten geben, eine Metall- und Elektroabteilung und den klassischen Montage- und Verpackungsservice. Außerdem soll das Kunststoffrecycling erweitert werden. Bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, für die Weihnachtsferien ist der Umzug geplant, Anfang 2008 wird der Betrieb aufgenommen. Schon in diesem Frühjahr aber soll das Neubauprojekt mit dem Richtfest gebührend gefeiert werden. "Denn der erste Spatenstich kam nach der ganzen Wartezeit so plötzlich", erinnert sich Exner an den Start imSeptember, "am Freitag kam die Genehmigung, am Montag ging's los - da war keine Zeit mehr für eine Feier."



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