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"Der Markt an Technikern ist leergefegt"

Stadthagen (sk). Viele Unternehmen der Technik-Branche suchen "händeringend", so der Originalton einer Personalreferentin, neue Mitarbeiter. Das ist beim Technikertag an den Schulen Dr. Blindow deutlich geworden. Zehn Unternehmen stellten sich in der Technikerschule vor. In der staatlich anerkannten Schule wird in den Bereichen Bautechnik, Elektrotechnik und Maschinentechnik ausgebildet.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

Junge Leute, die sichüber einen Ausbildungsgang in der Schule informieren wollen, kamen zum Infotag. Aber auch ehemalige Schüler, die einen Job suchen. Und auch "für unser viertes Semester" sei der Tag eine Gelegenheit, "sich schon mal einen Job zu suchen", so Geschäftsführerin Sabine Blindow. Die Chancen für die Noch-Schüler stehen gut. Ein Problem haben zurzeit vielmehr Unternehmen, die Fachkräfte suchen. "Es ist schwierig, praxisnah ausgebildete Techniker zu bekommen. Der Markt ist leergefegt", sagte Uwe Schmidt, Vertriebsingenieur im Engineering- und Software-Unternehmen Niessink aus Edemissen(www.niessink.de). Schmidt bestätigt eine Werbeschrift der Schule, laut der "staatlich geprüfte Techniker zu den derzeit gefragtesten Kräften" auf dem Arbeitsmarkt gehören. Frauen sind da nicht ausgenommen. Bei Niessink habe man einige Ingenieurinnen im Betrieb - und "wir fahren sehr gut damit", so Schmidt. Ingenieure und Techniker im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik sucht das 300 Mitarbeiter zählende Ingenieurbüro Gullert& Wilke aus Lotte (www.igw.de) - und zwar "deutschlandweit", so Akquisiteur Martin Muhmann. Engagierte Fachleute, die eine praktische Ausbildung absolviert und die Ausbildung zum Techniker "draufgesattelt" haben, seien ebenso gefragt wie Hochschulabsolventen mit diversen Praktika. Zur aktuellen Situation meinte Muhmann, der Bedarf an Fachkräften in den technischen Berufen habe sich bereits 2006 abgezeichnet. Jetzt warte das Unternehmen darauf, "dass die nächsten Techniker-Klassen mit der Ausbildung fertig werden". Vom Technischen Zeichner bis zum Ingenieur sucht der Dienstleister Ferchau Engineering "händeringend", so Personalreferentin Nadine Schmidt, mehr Arbeitskräfte. Auf die Frage, für welche Fachrichtung besonders gesucht werde, antwortete Schmidt knapp und bestimmt: "Alle." Maschinenbauer sind willkommen, Elektrotechniker, Softwareentwickler, SPS-Programmierer. Ferchau (www.ferchau.de)stellt die Techniker ein - es gebe unbefristete Verträge, so Schmidt. Bezahlt werde nach Haustarifvertrag - und für Projekte an Industrieunternehmen vermittelt. Ferchau Engineering beschäftigt in ganz Deutschland 3100 Mitarbeiter. Firmensitz ist Gummersbach.



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