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Luhdener Dorfgemeinschaft feiert ein Erntedankfest der ungewöhnlichen Art / Gottesdienst auf Plattdeutsch

Der Lindenbrink verwandelt sich in eine Flaniermeile

Luhden (sig). Die Luhdener Dorfgemeinschaft hat eine besondere Art entwickelt, Erntedank abzustatten. Die entscheidende Initiative kommt seit Jahren von der Kirchengemeinde. Sie wird dabei intensiv von derörtlichen Feuerwehr, dem Luhdener Sportverein und anderen ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Trotz der Konkurrenz durch den Eilser Bauernmarkt konnten sich die Organisatoren über einen guten Besuch freuen.

veröffentlicht am 07.10.2006 um 00:00 Uhr

Diese jungen Damen sind dabei, unter Anleitung Speckstein zu bea

Zum Auftakt gab es einen plattdeutschen Gottesdienst auf der großen Diele des Bauernhofes der Familie Pape, den Pastor Helmut Ahrens aus Sülbeck hielt. Erntegaben, Posaunenklänge und Gesang sind aus diesem Anlass nichts Ungewöhnliches. Dass aber der jüngste Nachwuchs aus dem Eilser Kindergarten zu dem eindrucksvollen Ablauf dieses Festes Achttourige beisteuert, ist sicherlich nicht alltäglich. Ab 11 Uhr erlebten die Besucher des Gottesdienstes dann noch die Schaumburger Trachtenkapelle, die auf dem Hof spielte. Überaus umfangreich war im weiteren Verlauf des Festes das Angebot für die Kinder des Dorfes. Die Ortswehr lud sie zu Fahrten mit einem Löschfahrzeug ein und erläuterte ihnen die Ausrüstung. Wer wollte, konnte sich anschließend in einem Schutzanzug fotografieren lassen. Gleich neben dem Gerätehaus gab es einen Parcours zum Ponyreiten. Am "Heißen Draht" konnten die Jungen und Mädchen ihre Geschicklichkeit erproben. Natürlich durfte auch ein Schminkstand nicht fehlen. Im Spielkeller des Kirchenzentrums wurde Speckstein bearbeitet. Neben den Kindern hatten auch einige Erwachsene Spaß an dieser kreativen Beschäftigung. Auf der Wiese beim Kirchenzentrum drehte ein ferngesteuertes Auto seine Runden. Mit Hilfe von Steinen übten sich die Jüngsten am "Turmbau zu Babel". Dazu gab es Wettbewerbe im Stelzenlaufen und Torwandschießen. Der Kinderschutzbund lud unter anderem zum Erfühlen von Gegenständen ein. Attraktive Preise gab es auch für diejenigen, die es schafften, Nationalspieler zu erraten, von denen sie nur Kinderbilder zu sehen bekamen. Zu gewinnen waren unter anderem Bälle mit Autogrammen von Bayer Leverkusen und Hannover 96. Die "Luhdener Luder" und eine jugendliche Tanzgruppe traten auf dem Parkplatz vor dem Kirchenzentrum auf, ebenso eine singende "Putzfrau" aus dem Auetal. Später folgten noch die Schaumburger Jagdhornbläser. Die Feuerwehr zeigte Menschenrettung aus einem Unfallfahrzeug. Im ersten Stock des Gotteshauses erwartete Friedrich Winkelhake Besucher, die sich anhand von Bildern, Karten und mündlichen Informationen mit den historischen Grenzen des Schaumburger Landes befassen wollten. Bei Wanderungen, die sich über zwei Jahre hinzogen, hat er eine Fülle von dokumentarischem Bildmaterial zusammengetragen. Diese Ausstellung sollte auch einmal in den Räumen der Kurverwaltung gezeigt werden. Sie ist es wert, sich einem größeren Besucherkreis zu erschließen. Für das leibliche Wohlergehen hatten die Organisatoren reichlich gesorgt. Einziger Wermutstropfen: die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone der Feuerwehr war zu schnell zu Ende. 200 Portionen reichten einfach nicht für den Andrang.

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