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Vor der Einschulung: Zusammenarbeit von Grundschule und Kindergarten hat sich bewährt

Der Landesregierung einen Schritt voraus

Rehren (la). Das Niedersächsische Kultusministerium beabsichtigt, landesweit Grundschulen und Kindergärten zu unterstützen, die gemeinsam Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung durch besondere Maßnahmen auf den Übergang in die Grundschule vorbereiten wollen. Insgesamt sind in 500 Modellprojekte als "Brückenjahr zur Grundschule" geplant. Die Auetaler Grundschule in Rehren und die vier gemeindeeigenen Kindergärten praktizieren diese Kooperation schon seit längerem "mit achtbarem Erfolg", wie Schulleiter Carl Gundlach in einem Gespräch mitteilt.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:42 Uhr

In der Klasse 1a von Lehrerin Kriemhild Sensing sind zurzeit ein

So sind zurzeit gerade wieder Vorschulkinder in der Schule, um gemeinsam mit den Erstklässlern am Unterricht teilzunehmen. Hier beginnt auch schon die Verkehrserziehung und das Busfahrtraining mit der Polizei für jene Kinder, die aus den Ortsteilen mit dem Schulbus kommen. Sowohl den Erzieherinnen in den Kindergärten als auch den Lehrkräften ist es wichtig, dass die Kindergartenkinder nach den Sommerferien nicht unvorbereitet zur Einschulung kommen. "Wir versuchen, die Lehrpläne so zu gestalten, dass die Kinder bereits ihre Klassenlehrerin oder ihren Klassenlehrer kennen lernen", sagt der Schulleiter, der damit auch den Eltern die Gewissheit gibt, dass ihr Kind nicht "ins kalte Wasser geworfen wird". Nachdem die Vorschulklassen offiziell "abgeschafft" worden sind, haben Schule und Kindergärten im Auetal sofort nach einer möglichen Alternative gesucht. Die Zusammenarbeit beinhaltet regelmäßige Dienstbesprechungen der Lehrkräfte und Erzieherinnen, die Planung und Vorbereitung gemeinsamer Elternabende und - ganz wichtig - die Sprachförderung. So erhalten, in Absprache mit Erzieherinnen der Kindergärten und Eltern, Kinder mit Sprachdefiziten von Lehrkräften der Grundschule Förderunterricht. Die kooperativen Maßnahmen beginnen in der Regel ein Jahr vor der Einschulung. "Jedes Vorschulkind nimmt fünf bis sechs Mal für zirka drei Stunden am Unterricht in der Schule teil und ist so für einen erfolgreichen Schulstart gerüstet", sagt der Schulleiter.

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