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Zahlen entwickeln sich positiv: 2006 gehen deutlich mehr Besucher ins Kino als im Jahr davor / Sparta-Drama im März

Der Kinohimmel hat sich wieder deutlich aufgehellt

Landkreis. Ridley Scott und Russell Crowe konnten es nicht wissen. Aber der Titel ihres leichtfüßigen Toscana-Wohlfühl-Films "Ein gutes Jahr" könnte perfekt als Motto für das deutsche Kinojahr 2006 herhalten. Auf etwa fünf bis zehn Prozent schätzt Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher (VdF), den Zuwachs an Besuchern und Umsatz gegenüber 2005. Auch beiden Schaumburger Kinos haben 2006 die Kassen deutlich lauter geklingelt: Noch vor dem hohen Ansturm während der Feiertage und der Weihnachtsferien waren bei den Filmtheaterbetrieben Rubba, die die Kinos in Bückeburg, Stadthagen und Steinbergen betreiben, die Zahlen von 2005 deutlich überschritten.

veröffentlicht am 04.01.2007 um 00:00 Uhr

2006 stand "Fluch der Karibik 2" bundesweit und in Schaumburg au

Autor:

Johannes Pietsch

Das Vorjahr 2005 dürfte als eines der düstersten in die deutsche Kinogeschichte eingegangen sein. Von 2004 auf 2005 musste die Branche einen drastischen Rückgang von 156,7 Millionen auf 127 Millionen Besucher verkraften. 2006 hingegen hat sich der deutsche Kinohimmel wieder deutlich aufgehellt, "und das ohne Harry Potter", wie Johannes Klingsporn jüngst in Berlin anmerkte. Auch der deutsche Marktanteil am Gesamt-Kinoprogramm stieg: Zum Jahresende werden deutsche Filme aller Voraussicht nach wieder die magische Grenze von 20 Prozent überschreiten. Auch unter die erfolgreichsten fünf schafften es im Bundesschnitt gleich zwei deutsche Produktionen: Patrick Süskinds Literaturverfilmung "Das Parfum" mit 5,4 Mio. Zuschauern und Sönke Wortmanns WM-Film "Deutschland - ein Sommermärchen" mit knapp vier Millionen, er könnte allerdings auf der Zielgeraden noch vom neuen James Bond "Casino Royale" abgefangen werden. In den Charts der Filmtheaterbetriebe Rubba finden sich 2006 die gleichen Filme, die auch im Bundesschnitt am erfolgreichsten liefen. Spitzenreiter sind gleich zwei Fortsetzungen: Platz eins hält das Animationsabenteuer "Ice Age 2", auf Platz zwei folgt Gore Verbinskis turbulenter Piraten-Slapstick "Fluch der Karibik 2", dahinter die Dan-Brown-Verfilmung "Da Vinci Code". Eine Sondersituation erlebten die deutschen Kinos 2006 durch die Fußballweltmeisterschaft. Während andernorts Kinobetreiber über leere Säle klagten, weil die Fans viel lieber vor Fernsehschirmen und Großbildleinwänden jubelten, machte man bei Rubbas aus der Not eine Tugend und zeigte bei freiem Eintritt die wichtigsten WM-Partien im "Residenz", was das altehrwürdige Bückeburger Filmtheater vier Wochen lang in einen brodelnden Hexenkessel voller Tifosi und Fahnen verwandelte. Ein ganz besonderes deutsches Kinomärchen erlebte das "Metropol" in Steinbergen: Das seit mehreren Jahren als Programmkino betriebene und dafür kürzlich mit dem Filmprogrammpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnete Rubba-Stammhaus spielt seit Januar 2006 in regelmäßigen Abständen den schwedischen Streifen "Wie im Himmel". Über 7000 Besucher sahen bereits den Film des schwedischen Erfolgregisseur Kay Pollack über einen Orchestermusiker, der erst durch die Arbeit mit einem kleinen Kirchenchor in seiner Heimatgemeinde Erfüllung und Glück findet. Auch das neue Kinojahr wirft bereits mächtige Schatten voraus: Am 22. März startet das Drama "300", das den Abwehrkampf der Spartaner unter ihrem König Leonidas gegen den persischen Großkönig Xerxes erzählt. Vom 24. Mai an geht es zur Rettung Captain Jack Sparrows in "Fluch der Karibik 3" ans Ende der Welt, und am 12. Juli startet dann mit "Der Orden des Phoenix" die fünfte Harry-Potter-Verfilmung.



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