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Feuerwehr: "Jetzt haben wir das, was wir wollten" / Neues Gerät liefert die gewünschten zehn Grad Celsius

Der Heizer hängt: Streit in Buchholz ist beigelegt

Buchholz (tw). Freude bei der Feuerwehr: Der Bad Eilser Elektroinstallateur Lothar Büthe hat unter der Decke des Gerätehauses am Floriansweg den - sehnlichst erwarteten - Luftheizer installiert. "Damit ist es jetzt endlich möglich, das Gebäude auf die gewünschten zehn Grad Celsius Plus zu erwärmen", erläutert Bernd Schönemann.

veröffentlicht am 10.06.2008 um 00:00 Uhr

Testen den Luftheizer an der Decke des Feuerwehrhauses Buchholz

Der Samtgemeindebürgermeister: "Der Buchholzer Luftheizer ist so konstruiert, dass er die Wärme nicht nach unten, sondern nach den Seiten abgibt." Im ersteren Fall würde nämlich nur das Dach des Feuerwehrfahrzeuges bestrahlt, was unsinnig wäre. Durch den seitlichen Wärmeaustritt dagegen würden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen erreiche der Luftstrom die ringsum an den Wänden hängende Einsatzkleidung, die damit trocknen könne. Zum anderen werde die Warmluft auch in die Damenumkleide im Nachbarraum geblasen - und gelange von dortaus auch in das Treppenhaus. "Das Gerät, das 3200 Euro kostet, hat eine Leistung von zwölf Kilowatt", erläutert Büthe. Es funktioniert nach dem Prinzip des Register-Lüftens. Dabei kann in Sachen Stärke zwischen zwei Stufen gewählt werden. Auf der niedrigeren der beiden wälzt das Gerät 1700 Kubikmeter Luft pro Stunde um - das Raumvolumen der Fahrzeughalle wird dabei binnen achteinhalb Minuten umgeschlagen; auf der größeren Stufe sind es 2100 Kubikmeter pro Stunde - das Raumvolumen der Halle wird dabei binnen sieben Minuten umgeschlagen. Bei drei Metern "Wurfweite", wie es im Fachjargon heißt, beträgt die Temperatur 26 Grad; am Gerät selbst werden dabei über 50 Grad gemessen. Die größtmögliche Ausblastemperatur beträgt 60 Grad. Nicht zu vergessen: Den in der Politik zum Teil heftig umstrittenen und von der Verwaltung ausgeschriebenen gleich teuren Vorgänger, einen "Sorptions-Luftentfeuchter" (wir berichteten), hat Büthe auf Kulanz zurückgenommen. "Die Beschreibung des Herstellers war irreführend", erinnert Schönemann. Die gewünschten zehn Grad Celsius Plus seien mit dem Gerät nicht erreicht worden - "obwohl es zeitweise bis zu 17 Stunden am Tag gelaufen ist", wie Ortsbrandmeister Thomas Reichelt weiß. Angesichts dieser irreführenden Beschreibung hätten Schönemann zufolge auch die Eilser Fachausschüsse, die sich zuvor mit der Anschaffung beschäftigt hatten, nicht richtig entscheiden können. Fazit von Reichelt: "Jetzt haben wir das, was wir für die Feuerwehr ursprünglich auch gewollt haben." Ein Sorptions-Luftentfeuchter wäre nur dann ebenso gut gewesen, wenn er am Ende auch funktioniert hätte. Zur Erinnerung: Abgesehen von dem - neuen - Luftheizer verfügt das Feuerwehrhaus in Buchholz nur über zwei elektrische Heizungen, eine im Unterrichtsraum und eine weitere in der Toilette. Beide sind jedoch nicht in der Lage, auch die Fahrzeughalle respektive die Damenumkleide zu erwärmen. Dort lagen die Temperaturen im Winter lediglich bei Plus zwei oder Plus drei Grad Celsius. Das ist laut Reichelt viel zu wenig, um die feuchte Einsatzkleidung trocknen zu können. Es ist aber auch zu wenig für das Tanklöschfahrzeug, für das eine Abstelltemperatur von Plus sieben Grad Celsius vorgegeben sei.



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