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Feuerwehr Hattendorf verliert im Finale / "30 Prozent ist Glück - der Rest ist hartes Training"

Der erste Boule-Meister kommt aus Escher

Auetal (rnk). Das Team Escher ist der erste Boule-Meister des Auetals. Kirsten und Christian Wenthe sowie Christa und Burkhard Löcken haben das Finale am Sonnabend gegen die Hattendorfer Feuerwehr mit 13:8 gewonnen und vertreten am kommenden Wochenende das Auetal bei der Final-Vorrunde der Kreismeisterschaften.

veröffentlicht am 29.08.2006 um 00:00 Uhr

Die ersten Boule-Meister des Auetals kommen aus Escher: Christa

Im Halbfinale hatten die Escheraner die "Krawallos" aus Rehren mit 13: 1 recht deutlich von der Bahn gefegt, die Hattendorfer hatten der zweite Team aus Escher, der Thekenmannschaften II, im anderen Halbfinale die Boule-Grenzen aufgezeigt. Das kleine Finale um Platz drei gewannen anschließend die "Krawallos". Das Endspiel selbst litt unter den regnerischen Rahmenbedingungen - immer wieder sprang eine Kugel auf dem nassen Boden weit nach links oder rechts -, aber dennoch entwickelte sich ein recht spannendes Spiel, in dem die Hattendorfer Feuerwehr mit Andreas Watermann, Thomas Peter und Helmut Meier schnell mit 5:2 führte. Dann wendete sich das Blatt und sieben Durchgänge in Folge holten die Escheraner die Punkte: 10:5. Die Mannen um Watermann konnten noch einmal konnten und kamen auch 8:10 heran, ehe sie dann nach weiteren zwei Durchgängen als - leicht unter Wert geschlagener - Verlierer vom Platz gingen. Aber genau das sei ja die Faszination des Boule-Sports, erklärt am Rande der Bahn Horst Matuszak, so etwas wie der Boule-Vater des Landkreises: "Man kann mit 1:12 hinten liegen und immer noch gewinnen." Der in Hess. Oldendorf wohnende Matuszak (der esübrigens nicht so gern sieht, wenn er als Boule-Papst tituliert wird) schätzt den Glücksanteil beim Boule auf 30 Prozent - "der Rest ist Training". Doch gegen schiefe Würfe, die das Schweinchen plötzlich in einen Bereich befördern, in dem Kugeln liegen, die eigentlich tot wie Elvis waren und urplötzlich punkten, punkten und nochmals punkten, ist natürlich auch ein Trainingsweltmeister nicht gefeit. Geübt werden kann im gesamten Landkreis auf rund 50 Bouleanlagen, mit zum Teil mehreren Bahnen, erklärt Matuszak. Was vor allem dem Boom im Jahre 2000 zu verdanken ist, als ein echtes Boule-Fieber durch den Landkreis fegte. Aber im Auetal, um mit WM-Trainer Jürgen Klinsmann zu sprechen, ist noch viel Steigerungspotential nach oben. 16 Mannschaften gingen bei der diesjährigen Premiere an den Start, zum Vergleich ein Blick nach Lauenau, Rodenberg und Altenhagen II: Hier waren es 195, erklärt Matuszak den kleinen Unterschied. Aber auch Riesen haben ja bekanntlich mal klein angefangen.

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