weather-image
26°
18. Synode: Landesbischof Johannesdotter plädiert für "Aufbruch im Umbruch"

Der Erfolg des Wandels setzt Konsens voraus

Bückeburg (bus). Die Einhelligkeit der leitenden landeskirchlichen Organe wird nach Auffassung von Bischof Jürgen Johannesdotter hierzulande den Erfolg des Wandels der evangelischen Kirche bestimmen. "Die wichtigste und entscheidende Voraussetzung" der Neuausrichtung der kirchlichen Arbeit sei, dass Synode, Landeskirchenrat und Landeskirchenamt sowie Landesbischof "einen Konsens darüber erreichen, wohin der Wandel gehen soll", hob Johannesdotter im Bischofsbericht der 18. Synode der Schaumburg-Lippischen Landeskirche hervor, die am Sonnabend im Gemeindehaus der Stadtkirchengemeinde zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkam.

veröffentlicht am 21.01.2008 um 00:00 Uhr

Jürgen Johannesdotter

Was Not tue sei so etwas wie ein "Aufbruch im Umbruch", verdeutlichte der Landesbischof das Komplikationsspektrum, angesichts geringer werdender Finanzierungsströme Geld für Aus- und Fortbildung bereitzuhalten, effizientere und schlankere Strukturen zu suchen sowie das Ehrenamt offensiv und wertschätzend in die Planungen einzubeziehen. Johannesdotter: "Es geht nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives und geistliches Wachsen." Schwächen wie früher durch vermehrte Geldausgaben auszugleichen, funktioniere nicht mehr. Aber: "Ohne eine vorherige Werte-und Zieldefinition laufen alle noch so sinnvollen Einzelmaßnahmen ins Leere." Es müsse eine klare Vorstellung von dem "Produkt" vorhanden sein, das künftig entstehen solle, gab der Landesbischof zu verstehen. Für die Landeskirche machte Johannesdotter für die nahe Zukunft - die hier rücksichtlich der Amtszeit von Synodalen und Landeskirchenrat sechs Jahre umfasst - als wichtigste Aufgabenstellungen aus: Neuverteilung der Aufgaben im Landeskirchenamt mit Blick auf das Ausscheiden von Dr. Werner Führer und den Dienstbeginn von Sebastian Geisler; Wiederbesetzung der bislang von Gerhard Diekmann ausgefüllten Bauamtsleiterstelle; Vervollständigung der Beauftragung von Mitgliedern des Pfarrkonventes für landeskirchliche Aufgaben nach innen und außen; Vorbereitung der Entscheidungüber die künftige Zahl der Leitungsstellen in der Landeskirche (Zahl der Superintendenten und Oberprediger); Beauftragung für die Wahrnehmung der Leitung des Pfarrhofes; Zuschnitt der Presse- undÖffentlichkeitsarbeit; Entscheidungüber die künftige Einstellung von jungen Pastorinnen und Pastoren; verbindliche Kooperationsplanungen zwischen Gemeinden; Zeitraumklärung der Einführung von kaufmännisch doppelter Buchführung ("Doppik"); Umgang mit dem landeskirchlichen Immobilienbesitz auch unter Berücksichtigung des prognostizierten Klimawandels; Umsetzung der alten Lebensordnungen und der Leitlinien kirchlichen Lebens in Gesetzesentwürfe für die Kasualien (geistliche Amtshandlungen aus besonderem Anlass).

Die konstituierende Sitzung der Synode dauerte, inklusive Gottes
  • Die konstituierende Sitzung der Synode dauerte, inklusive Gottesdienst, beinahe sieben Stunden - zur Stärkung dienen auch "geistige" Getränke. Fotos: bus

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare