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"Ich fühle mich derzeit in keiner Partei wohl" / Wählergemeinschaft benennt Spitzenkandidaten und Ziele

Der dritte Mann: Volker Preul jetzt BfB-Mitglied

Bückeburg (tw). Ratsherr Volker Preul hat Raimund Leonhard und Jürgen Hockemeier passend zum Fest ein "Osterei" ins Fraktions-Nest gelegt. Preul ist der "dritte Mann" - und damit neues Mitglied der Bürger für Bückeburg (BfB). Das Trio, zu dem sich auch BfB-Mitglied Gudrun Kibat gesellte, gab die Nachricht Gründonnerstag um 15 Uhr im "Haus Monika" bekannt.

veröffentlicht am 14.04.2006 um 00:00 Uhr

Männerbund mit Dame: Volker Preul (M.) ergänzt die BfB-Fraktion

Damit saßen gleich alle vier Spitzenkandidaten, mit denen die Wählergemeinschaft in den Wahlkampf zieht, an einem Tisch. Leonhard und Preul wollen auf Liste 1 (Bückeburg Ost), Hockemeier und Kibat auf Liste 2 (Bückeburg West) um Stimmen werben. Über die Reihenfolge auf der Liste wird die Mitgliederversammlung entscheiden. "Wenn ich momentan auf das Land oder den Bund schaue, würde ich mich in keiner Partei wohlfühlen", erklärt Preul auf die Frage, warum er seine neue politische Heimat bei der BfB gesucht hat. Und ergänzt: "Ich will nicht für Berlin oder Brüssel arbeiten, sondern für Bückeburg." Davon abgesehen, sei und bleibe sein Verhältnis zur CDU vor Ort "sehr gut". Auch das Wahlprogramm der BfB gewinnt bereits erste Konturen. Jeder der vier Spitzenkandidaten setzt dabei eigene Schwerpunkte. "Wir wollen die Kernstadt und die Ortsteile verbinden, in dem wir einen ,Bürgerbusverein' ins Leben rufen", sagt Leonhard. Gedacht ist, einen Kleinbus zu chartern, mit dem Freiwillige Bewohner der Dörfer, die sich kein Taxi leisten können oder kein Auto (frei) haben, für einen geringen Obolus nach Bückeburg chauffieren. Zu festen Fahrzeiten, aber auch - außer der Reihe - auf Anforderung zu bestimmten Veranstaltungen. Leonhard: "Für einen solchen Verein gibt's Zuschüsse von Land und Landkreis." Hockemeier macht sich dafür stark, alle etablierten Großevents unter der Überschrift "Bückeburger Sommer-Festival" in ein gemeinsames Marketingkonzept einzubinden und die Stadt damit zum Schaumburger Kulturzentrum zu machen. "Darüber hinaus", so der BfB-Vize, "geht's mir darum, die Infrastruktur des Radwanderwegs ,Fürstenroute' auszubauen, Rast-, Grill- und Campingplätze anzulegen, die Fürstenroute an den Weserradweg anzubinden und beide Strecken gemeinsam zu bewerben." Stichwort Schule: Für ein Ganztagsangebot an den Grundschulen will Hockemeier (zunächst) 30 000 Euro bereit stellen lassen. Derweil geht es BfB-Neumitglied Preul um ein "Ansiedlungs-Management" für Betriebe, aber auch darum, Bückeburg noch familienfreundlicher zu machen. Kommt hinzu: "Die geplante Illumination von Einzelgebäuden ist nicht nur für den Tourismus wichtig; sie kann auch Bestandteil eines ,Paktes gegen dunkle Ecken' sowie einer Vereinbarung ,Sicheres und sauberes Bückeburg' sein". Die Schwerpunkte von Kibat: Krabbelgruppen für Knirpse unter drei Jahren bilden, sobald ein Kindergartenplatz frei wird. "So wird sicher gestellt, dass Mütter im Beruf bleiben oder schnellst möglich wieder einsteigen können." Um die Familien in der historischen Residenz weiter zu entlasten, will Kibat gemeinsam mit den Bückeburger Senioren Pläne für betreutes Wohnen erarbeiten. Darüber hinaus sollen die Eingangsbereiche vorhandener oder zukünftiger Sehenswürdigkeiten so umgestaltet werden, dass auch gehbehinderte Mitbürger, aber auch Gäste mit einem entsprechenden Handicap Zugang haben.

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