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Kandidaten für Bürgermeisteramt stehen fest / Alle Antworten zur Wahl

Der Dreikampf kann beginnen

Hessisch Oldendorf (rom). Der Kampf um das Rathaus kann nun auch offiziell beginnen. Gestern Abend entschied der Wahlausschuss, dass die drei Bewerber Brian Boyer, Jochen Huch und Harald Krüger alle Voraussetzungen erfüllen, um für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu können. Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Wahl gibt es hier auf einen Blick:

veröffentlicht am 08.09.2014 um 11:08 Uhr
aktualisiert am 08.09.2014 um 16:45 Uhr

Wahl HO
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Hessisch Oldendorf (rom). Der Kampf um das Rathaus kann nun auch offiziell beginnen. Gestern Abend entschied der Wahlausschuss, dass die drei Bewerber Brian Boyer, Jochen
Huch und Harald Krüger alle Voraussetzungen erfüllen, um für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu können. Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Wahl gibt es hier auf einen Blick:

Wann wird gewählt? Die Wahl ist in 46 Tagen, also am 28. September. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, ist dafür bereits der 12. Oktober angesetzt.
Wie sicher ist es, dass es zu einer Stichwahl kommt? Eine Stichwahl ist wahrscheinlich.
Schließlich muss, wer schon nach dem ersten Wahlgang Bürgermeister sein möchte,
mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten. Bei Wahlen mit drei Bewerbern war dies in der Vergangenheit die Ausnahme.
Und wie verläuft die Stichwahl? Bei der Stichwahl ist gewählt, wer die meisten gültigen
Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet übrigens das Los. Die Stichwahl
selbst soll nach dem Willen der Landesregierung die Demokratie stärken. Denn die Stichwahl stellt sicher, dass die Gewählten die Mehrheit der Bürger vertreten, die an der Wahl teilnehmen.
Wer möchte überhaupt Bürgermeister der Stadt werden? Zur Wahl stehen seit gestern
Abend offiziell Brian Boyer, Jochen Huch und Harald Krüger. Boyer tritt ohne Unterstützung einer Partei an. Zwar hatten die Grünen kurz darüber nachgedacht, ihm unter die Arme zu greifen. Doch dazu kam es am Ende nicht. Zwischenzeitlich stand sogar der Name des Grünen Torsten Schulte im Raum. Doch er entschied sich gegen eine Kandidatur. Die Grünen stehen damit ohne Bewerber da. Auch eine Wahlempfehlung
möchte die Partei nicht abgeben.
Für wen geht Huch ins Rennen? Huch ist ebenfalls parteilos. Allerdings weiß er die CDU
hinter sich, die ihn im Wahlkampf unterstützt.
Und Krüger? Amtsinhaber´Krüger ist als SPD-Mitglied der offizielle Kandidat der Sozialdemokraten.
Welche Ziele haben sich die drei gesetzt? Boyer sagte bereits, dass er ein „Kandidat der Bürger“ sein wolle. Politik gestalten wolle er besonders für Kinder und Jugendliche
sowie für junge Familien. Außerdem vermisse er Kommunikation und Transparenz
in der Stadt. Ziel seiner Kandidatur sei es zudem, Nichtwähler wieder an die Urnen
zu locken.
Was möchte Jochen Huch erreichen? Huchs Wahlkampf-Slogan lautet „H.O. – 24
Stadteile ergeben eine Stadt“. Er betonte bereits, dass ihm ebenfalls das Thema Transparenz wichtig sei. Auch die „Integration von allen Bevölkerungsschichten“ sei ihm ein Anliegen, fügte Huch hinzu. Als konkrete Ziele nannte er außerdem, dass er die Weser und den Zugang zu dem Fluss wieder stärker in den Mittelpunkt rücken möchte. Auch einen Stadtgarten an der Langen Straße könne er sich vorstellen, sagte der Kandidat weiter.
Und wie möchte Krüger bei den Wählern punkten? Krügers Motto für den Wahlkampf
lautet: „24 lebendige Orte – starkes Hessisch Oldendorf.“ Einer der Schwerpunkte einer
möglichen zweiten Amtszeit solle die Gestaltung des demografischen Wandels sein. Auch
Kindergärten, Schulen und Straßensanierung nannte Krüger bereits als künftige Aufgabenschwerpunkte. Darüber hinaus müsse die Stadt weiterhin sparen.
Wie lange ist der neue Bürgermeister im Amt? SPD und Grüne im niedersächsischen
Landtag haben eine Verkürzung der Amtszeiten von bisher acht auf fünf Jahre beschlossen. Ziel ist eine Angleichung der Wahlperioden der Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage bis 2021. Die Anpassung soll schrittweise erfolgen, bisherige Amtszeiten laufen regulär aus.
Wie verlief die vorangegangene Wahl eigentlich? Krüger ist seit März 2007 Rathauschef.
Bis dahin war sein Vorgänger, Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann, im Amt. Die Wahl war
bereits im September 2006. Mit 53,5 Prozent der Stimmen sicherte sich Krüger das Amt an der Spitze der Stadtverwaltung. Sein Herausforderer damals: Hans Joachim Grote. Der
Christdemokrat kam auf knapp 46,5 Prozent der Stimmen. An der Wahl hatten sich gut 49 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Die Wahl war die erste Direktwahl eines Bürgermeisters in Hessisch Oldendorf.
Wer leitet die Wahl im September? Die Fäden laufen bei Frank Werhahn zusammen. Er
ist der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und Wahlleiter. Ihm zur Seite steht unter anderem Wolfgang Linde, im Rathaus zuständig für Ordnung, Standesamt und Bürgerbüro.
Wie teuer ist die Bürgermeisterwahl eigentlich? Die Stadt geht davon aus, dass der
Urnengang 18 000 Euro kostet. So viel Geld steht im Haushalt bereit. Damit bezahlt werden unter anderem die vielen Helfer in den einzelnen Wahllokalen. Erfreulich übrigens: Der Stadt liegt bereits eine lange Liste von Freiwilligen vor, die in den Wahllokalen helfen möchten. Sofern nicht allzu viele abspringen, stehen genügend Wahlhelfer in den Startlöchern.



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