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Förderverein Bückeburger Niederung zieht Jahresbilanz / Vorstand komplett bestätigt / 140 000 Euro für die Ranaturierung

Der Aue auf 1000 Metern ihre Freiheit zurückgegeben

Bückeburg (bus). Der Förderverein Bückeburger Niederung geht die Aufgaben der bevorstehenden zwei Jahre mit unveränderter Führungsmannschaft an. Während der im "Jetenburger Hof" tagenden Hauptversammlung gab es keine Opposition zu den bisherigen Mandatsträgern. An der Spitze der 17 Mitglieder starken Gemeinschaft verbleibt Egbert Schulz, der ebenso einstimmige Unterstützung erfuhr wie Wolfhard Müller (Stellvertreter), Rolf Fischer (Schatzmeister), Hans-Dieter Lichtner (Schriftführer) und Alexander Ulbrich (Pressebeauftragter).

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

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Schulz stellte in seinem Jahresbericht die Renaturierung eines Abschnitts der Bückeburger Aue westlich von Meinsen als bedeutsamste Maßnahme heraus. "Wir haben der Aue auf eintausend Metern ihre Freiheit zurückgegeben", fasste der Vorsitzende die umfangreichen Aktivitäten zusammen, die auch in der Bilanz von Schatzmeister Fischer die dominante Rolle spielten. Aus der beinahe ausnahmslos von Zuschüssen und Spenden gefüllten Kasse flossen 140 000 Euro in die Finanzierung der Renaturierung. Dass den Freunden der Niederung mehr als 60 000 Euro für die Umsetzung weiterer Maßnahmen verbleiben, nahm die Versammlung mit Freude zur Kenntnis. Eine denkbare Verwendung des Geldes zeigte im Anschluss an den offiziellen Teil der Zusammenkunft Erich Hoffmann. Der Diplomingenieur erläuterte Entwässerungsmöglichkeiten der in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebiets liegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen. Wobei er nach Schilderung der geologischen Verhältnisse drei unterschiedliche Varianten zur Diskussion stellte. Zwei hatten die Verbesserung der Abführungssituation durch Eingriffe in die Fließeigenschaften des Fischergrabens zum Inhalt. Variante drei - Hoffmann: Eine pragmatische Lösung - sieht die Verlegung einer unterirdischen Dränvorflutleitung vor. Während der Erörterungen trat die Vielschichtigkeit des Themas zutage. Zum einen sei das minimale Gefälle von einem halben Promille zu berücksichtigen, so der Referent. Zum anderen müsse den Kosten (Grabenvariante zwischen 60 000 und 100 000 Euro, Rohrleitung 20 000 Euro) Beachtung geschenkt werden. Darüber hinaus, das betonte Hans-Dieter Lichtner, gelte es, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Der Schriftführer: "Es geht auch darum, Konflikte mit der Landwirtschaft zu vermeiden."

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