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Neu: "60 plus" für Frauen und Männer

Der Abschied von der "Frauenhilfe"

Obernkirchen (sig). Not macht erfinderisch, und sie schweißt auch zusammen. Das war ein Grund für die Gründung der "Frauenhilfe" in Obernkirchen in der Nachkriegszeit. Damals fanden sich in der Bergstadt Frauen zusammen, die den Krieg überstanden hatten und die miteinander reden sowie sich gegenseitig helfen wollten.

veröffentlicht am 12.01.2008 um 00:00 Uhr

Die Zeit dieser Gemeinschaft geht zu Ende. Ihre Mitglieder sind zu alt geworden. In Kürze will die evangelische Kirchengemeinde eine Nachfolgegruppe gründen. Starttag ist der 27. Februar. Pastor Wilhelm Meinberg: "Natürlich stehen nicht mehr die selben Beweggründe im Vordergrund wie nach dem zweiten Weltkrieg. Deshalb haben wir auch über ein neues Angebot nachgedacht. Es ist bestimmt für alle jung gebliebenen Frauen und Männer sowie Paare etwa ab 60 Jahre." Ingelore Schöttelndreier, die zusammen mit Marion Hobein schon seit langen Jahren das sehr gut angenommene monatliche Frauenfrühstück in der Roten Schule organisiert, will sich auch bei der Neugründung einbringen. Ihre Argumente: "Wir bieten in unserer Kirchengemeinde eine vorzügliche Jugendarbeit, verfügen über einen aktiven Besuchsdienst, den Kirchenchor und Flötenkreis sowie zahlreiche andere Gruppen und Kreise - da erschien uns der Zeitpunkt reif für ein spezielles Angebot für ältere Mitbürger." Sie ist sich sicher, dass diese Idee in der Bergstadt auf ein gutes Echo stößt. Bei verschiedenen Gesprächen, die sie geführt hat, wurde immer wieder ein solcher Vorschlag sehr positiv aufgenommen. Für die Menschen ab 60 zeichnet sich in der Regel eine Lebenswende ab, die ihre eigenen Probleme aufwirft. Die Kinder sind längst aus dem Haus. Die Berufszeit neigt sich dem Ende entgegen oder ist bereits abgeschlossen. Der Freundeskreis wird kleiner, und die Mobilität lässt nach. Da wird sicherlich die Chance begrüßt, sich in eine neue Gemeinschaft einzuleben und dort auszutauschen, wo andere ähnliche Probleme und Anliegen bewegen. Ein kirchlicher Vorbereitungskreis hat sich im Vorfeld mit den Themen und Inhalten befasst, die in einer solchen Runde behandelt werden könnten. Ingelore Schöttelndreier: "Wir wollen davon zunächst noch nichts verraten. Außerdem legen wir viel Wert darauf, dass auch Vorschläge sowie Anregungen aus diesem neuen Kreis kommen. Zunächst haben wir an vierteljährliche Treffen gedacht. Bei entsprechender Nachfrage können es aber durchaus mehr werten. Wir möchten einfach bei Kaffee und Kuchen klönen über Gott und die Welt. Uns ist bewusst, dass die demographische Entwicklung diese Altersgruppe immer mehr anwachsen lässt." Als Moderator für den neuen Gesprächspreis, der unter dem Motto "60 plus" steht, bringt sich Pastor Herbert Schwiegk ein. Das erste Treffen gibt es am Mittwoch, 27. Februar, um 15 Uhr in der Roten Schule.



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