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Fünf Jahre Blasorchester Feuerwehr Rinteln / In diesem Jahr Vororchester gegründet

Der Abschied für Helmut Blaue war gleichzeitig ein Neuanfang

Rinteln (who). Die Feuerwehrmusik in der Kernstadt hat eine Tradition. In den historischen Aufzeichnungen ist bereits im Jahr 1921 erstmals die Gründung einer Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Ludwig Meier dokumentiert. Namen wie Fritz Luthe, August Wieduwilt, Otto Matschke und Werner Päge sind vielen Rintelnern auch heute noch ein Begriff. Sie alle waren in der Folgezeit musikalische Leiter und machten den Musikzug über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

veröffentlicht am 27.12.2007 um 00:00 Uhr

Das Blasorchester der Feuerwehr Rinteln. Foto: who

Trotz aller Bemühungen blieb in den 90-er Jahren der Nachwuchs aus und so musste Horst Wolter am 31. Dezember 1998 die Auflösung des Musikzuges melden. Damit endete nach 77 Jahren die Ära der Feuerwehr-Musik in der Kernstadt. Bis Klaus Diebitz kam, der zur Verabschiedung von Ortsbrandmeister Helmut Blaue im Jahr 2002 eine kleine Musikformation zusammenstellte, die in Anknüpfung an die Tradition des aufgelösten Musikzuges Auszüge aus dem Großen Zapfenstreich vortrug. Das neue Blasorchester der Feuerwehr Rinteln war geboren. Und so nahm diese Formation dann im folgenden Jahr ihren regulären Probebetrieb auf. Musiziert wurde ausschließlich auf eigenen Instrumenten, die Noten privat gekauft und die Uniformen von der Stadt Rinteln zur Verfügung gestellt. Ersteöffentliche Auftritte gab es bereits im Gründungsjahr 2003. Seit dieser Zeit hat sich das Orchester auch personell ständig weiterentwickelt. Auftritte wie in Büsum anlässlich der Rückkehr des vor 80 Jahren ausgelaufenen Expeditionsschiffes "Feuerland", erste Kurkonzerte, die musikalische Begleitung von Gottesdiensten sowie die Adventskonzerte in der Nikolaikirche dokumentieren die musikalische Qualität und Vielfalt des Blasorchesters. 22 Musikerinnen und Musiker spielen derzeit im Hauptorchester, neun Kinder und Jugendliche bereiten sich im in diesem Jahr gegründeten Vororchester auf künftige musikalische Aufgaben vor. Im nächsten Jahr soll eine eigene CDU aufgenommen werden. Neue Mitspieler/innen sind jederzeit herzlich willkommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bereits ein Instrument spielen oder es erst erlernen möchten. "Das Orchester freut sich über jeden neuen Musiker", betonte Klaus Diebietz. Wer mitmachen will, kann sich bei ihm melden (Tel. 05751/14821) oder unverbindlich eine der wöchentlichen Probenabende auf dem Gelände der "Lebenshilfe" besuchen. Das Hauptorchester probt dienstags von 20 bis 22 Uhr, das Vororchester freitags von 16 bis 17 Uhr. Internet: www.feubori.de .



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