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Inoffizieller Favorit macht das Rennen um die Landtagskandidatur / Ziel ist "eine große Gemeinschaft"

Deppmeyer Kandidat - Rintelns CDU zufrieden

Rinteln (crs/hw). "Voll und ganz zufrieden" ist Rintelns CDU mit der Wahl von Otto Deppmeyer zum Landtagskandidaten im neuen Wahlkreis mit Hessisch Oldendorf und Hameln. Offiziell unterstützt hatte der Stadtverband die Bewerbung des 59-jährigen Kreislandwirts von Hameln-Pyrmont zwar nicht, inoffiziell jedoch war Deppmeyer der klare Favorit der Rintelner Christdemokraten, die keinen eigenen Kandidaten nominiert hatten. "Er hatüber Jahrzehnte Kompetenz in der Politik bewiesen", sagt Stadtverbands-Chef Veit Rauch, "wir werden seinen Wahlkampf jetzt mit ganzer Kraft unterstützen."

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

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Deppmeyer hatte sich am Freitagabend bei der Kandidatenkür überraschend deutlich durchgesetzt: Bereits im ersten Wahlgang erreichte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hamelner Kreistag mit 78 Stimmen die Zustimmung von knapp 60 Prozent der Anwesenden. Seine Mitbewerber Michael Vietz (39 Stimmen), Heinz-Jürgen Schmieding (8) und Sebastian Hoffmann (7) blieben ohne Chancen (wir berichteten). Mit einem so eindeutigen Ergebnis hatten auch die Rintelner CDU-Mitglieder nicht gerechnet, mit dem Resultat aber sind sie zufrieden. "Ein eigener Kandidat wäre sicher am schönsten gewesen", räumt Veit Rauch ein. Aber Deppmeyer habe schon am Freitagabend versprochen, in Rinteln präsent zu sein, wann immer sich ein Anlass biete: "Er will ein Kandidat für den ganzen Wahlkreis sein - und da neben wir ihn beim Wort." Anlass zur Hoffnung aus Rintelner Sicht gibt Deppmeyer selber: "Ich hoffe, dass wir nun zu einer großen Gemeinsamkeit von Rinteln bis nach Hameln kommen", erklärte der Hemeringer unmittelbar nach der Wahl und bedankte sich bei den 134 Mitgliedern, die in die Stadthalle Hessisch Oldendorf gekommen waren, 22 davon aus Rinteln. Zehn Minuten hatte jeder Bewerber Zeit gehabt, sich in alphabetischer Reihenfolge der christdemokratischen Basis zu präsentieren. Deppmeyer begann seine Vorstellung mit Lob auf Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dann verkündete der Vater zweier Kinder: "Dieser Wahlkreis ist zu gewinnen und wir werden gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehe ich ab sofort zur Verfügung." Im Falle seiner Wahl will sich Deppmeyer im Landtag der Finanzpolitik widmen, als Kreislandwirt aber auch die Agrarpolitik der CDU unterstützen. "Ich möchte Ihr Landtagsabgeordneter werden." Mit diesen Worten schritt Hoffmann ans Rednerpult. Der 34 Jahre alte Hessisch Oldendorfer, politischer Zögling des Hamelner CDU-Kreisvorsitzenden Hans Peter Thul, hatte sich aber schnell etwaige Sympathien verscherzt, als er die politischen Erfolge seines Vorredners zwar lobte, dann aber erklärte: "Otto Deppmeyer ist ein Politiker des vergangenen Jahrtausends. Ich bin ein Politiker dieses Jahrtausends." Schmieding vermochte ebenfalls nicht zuüberzeugen. Der Basis war sein Auftritt zu überzogen. "Bei der Verteilung der Orchestersessel will ich nicht derjenige sein, der die Triangel spielt. Wenn ich im Landtag aufschlage, dann in der ersten Reihe bei den Geigern", hatte der Aerzener verlauten lassen. Vietz, im Vorfeld von vielen als Favorit gehandelt, gestaltete seine Vorstellungsrede zwar professionell (Rauch: "Der hat einen starken Auftritt hingelegt"), hatte letztlich aber ebenfalls das Nachsehen Deppmeyer gegenüber.

O. Deppmeyer
  • O. Deppmeyer
S. Hoffmann
  • S. Hoffmann
H. Schmieding
  • H. Schmieding
M. Vietz
  • M. Vietz
O. Deppmeyer
S. Hoffmann
H. Schmieding
M. Vietz


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