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Besucher erkunden offene Häuser, Kirchen und Rittergüter / "Es hat sich wieder einmal gelohnt"

Denkmal-Liebhaber trotzen miesem Wetter

Landkreis (wil). Den von der Schaumburger Landschaft veranstalteten "Tag des offenen Denkmals" haben gestern tausende Menschen genutzt, um die Landschaft in und um Rodenberg und Bad Nenndorf zu entdecken. Nicht nur Schaumburger begaben sich dabei auf die Spurensuche. Auch Interessierte aus Hameln, Hannover und Höxter nutzten den Tag.

veröffentlicht am 10.09.2007 um 00:00 Uhr

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Bestens ausgerüstet war an diesem Tag, wer festes Schuhwerk und einen Regenschirm sein Eigen nennen konnte. Und wer die Route, die die Schaumburger Landschaft eigens für den Tag festgelegt hatte, "abarbeiten" wollte, der war vielseitig gefragt. Bereits zum dritten Mal hatte die Schaumburger Landschaft in die Umgebung von Bad Nenndorf und Rodenberg eingeladen. Und doch boten die 29 Denkmäler - die an diesem Tag so manche Tür öffneten, die sonst verschlossen bleibt - viele neue Seiten. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Erhalt und der Restauration von alten Fachwerkhäusern. Erstmalig dabei war unter anderem der Hof Pfingsten in Soldorf. Die Fachwerkscheune, in der früher Schweine und Schrotkammer Platz hatten, beherbergt heute die Futtersilos. Ende der achtziger Jahre wurde der Hof modernisiert. Heute ist ein Computer an der Futtermaschine die Alternative zu Planwagen, Eimer und Schubkarre. Dass man die Veränderung durch den Strukturwandel nicht nur sehen, sondern auch "anfassen" kann, dafür war mit modernen Treckern und Mähdreschern gesorgt. Das Pendant zur modernen Technik konnte ein paar Meter weiter bewundert werden: Die Oldtimer-Trecker-Schau zog viele begeisterte Besucher an. Für Familienausflüge toll geeignet waren auch die Rittergüter und Kirchen, die Vorträge in Gewölben, Führungen durch die Kirchen und spannende Rundgänge boten. So erlebten besonders die Kinder, dass Denkmäler nicht nur einen geschichtlichen Hintergrund, sondern auch eine Spur von Abenteuer mit sich bringen können. "Es waren sicherlich ein paar Besucher weniger, als es bei schönem Wetter hätten werden können", zog Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft am Abend eine erste Bilanz. Etliche Besucher, auch aus anderen Landkreisen, seien zum ersten Mal dabei gewesen. "Da zeigt sich, wie gut es ist, dass wir den Prospekt weit verteilen", sagteAdelmann. Tatsächlich bot dieser den Besuchern vor allem bei der Suche nach dem einen oder anderen etwas abseits gelegenen Denkmal Hilfe. "Ich bin sehr zufrieden, es hat sich wieder einmal gelohnt", freute sich Adelmann.



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