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Eishockeystars plaudern beim Stammtisch im Brauhaus aus dem Nähkästchen

Den Scorpions hilft nur eines: "Wir müssen jetzt auf uns selber schauen"

Bückeburg (mig). Der Scorpions-Stammtisch im Bauhaus entpuppte sich auch im neunten Jahr als Zuschauermagnet. Zahlreiche große und kleine Eishockey-Fans durften Scorpions-Manager Marco Stichnoth, Stürmer Jonas Lanier, Co-Trainer Christian Künast und dem Fanbeauftragten Shane Hewitt Fragen zum Zustand der Mannschaft, zu Eintrittspreisen und zur Heimschwäche stellen und wurden anschließend für ihre Treue mit Eintrittskarten belohnt.

veröffentlicht am 31.01.2008 um 00:00 Uhr

Mit Hilfe von Friedel Pörtner - Spiritus rector des Stammtisches

Zunächst begrüßt wurden die Eissportbegeisterten aus Bückeburg und Umgebung von Initiatior Friedhelm Pörtner. Der scheidende Landtagsabgeordnete ("heute geht es aber nur um Sport ..."), ist schon seit vielen Jahren ein Scorpionsfan und war deshalb genauso interessiert an der Beantwortung der mannigfaltigen Fragen, wie das wissensdurstige Publikum. "Derzeit sind die Scorpions ja auf Platz sieben, sie müssen aber versuchen auf Platz sechs zu kommen, um sicher an den Play-offs teilnehmen zu können", sagte er zur derzeitigen Tabellensituation. Das sah Co-Trainer Christian Künast genauso, führte aber auch die hohe Verletzten-Quote ins Feld: "Bis auf drei Spieltage hatten wir nie ein komplettes Team; wenn nach der Pause einige Spieler zurückkommen, werden wir gucken, was dann geht." Im Grunde könnten die Scorpions jeden schlagen, andererseits habe man auch schon gegen Teams wie Wolfsburg oder Duisburg Punkte gelassen. "Wir müssen jetzt auf uns selber schauen", betonte er. Nur lobende Worte hatte der Co-Trainer, als er auf seinen Chef, den früheren Bundestrainer Hans Zach angesprochen wurde: "Ich habe viel von ihm gelernt." "Man muss bei ihm immer 100 Prozent Vollgas geben", sagte Stürmer Lanier und Manager Stichnoth ergänzte: "So wie die Scorpions heute dastehen, ist Zachs Philosophie mit dafür verantwortlich." Anschließend wurde die übliche Schiri-Schelte betrieben. Stichnoth monierte, dass alle Schiedsrichter "bis auf ein zwei Ausnahmen" schlecht pfiffen, es gäbe keine einheitliche Regelauslegung. "Das führt dann dazu, dass nur noch Insider die Regeln verstehen", mahnte der Manager. Sein Vorschlag: eine bessere Ausbildung und Professionalisierung der Schiris. Interessant gerade für die Fans aus der Region war dann das letzte Thema des Stammtisches: die geplante Entzerrung des Spielplans in der nächsten Saison. Gerade Fans von außerhalb ärgerten sich über die Spiele mitten in der Woche, erläuterte der Fan-Beauftragte Shane Hewitt. Co-Trainer Künast: "Am besten wäre es für die Zuschauer, wenn die Spiele nicht in der Woche, sondern ab Freitag stattfinden würden; aber das entscheiden andere." Am Ende der Fragerunde wurden an die "starke Fangruppe in Bückeburg" (Stichnoth) Eintrittskarten verteilt. Der kleine Mike Oppermann (11) nutzte die Gelegenheit, um außerdem ein Autogramm von Stürmer Lanier zu ergattern. "Ich bin ein großer Fan und werde auch beim Spiel gegen Augsburg dabei sein", verkündete er stolz. Sein Tipp: "Wir gewinnen 5:1."

Zuschauermagnet: Wenn die Scorpions kommen, ist das Brauhaus vol
  • Zuschauermagnet: Wenn die Scorpions kommen, ist das Brauhaus voll. Fotos: mig

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