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Feuerwehrleute packen gemeinsam an / Decke vom Altbau ist nass / Noch jede Menge zu tun

Den Rentnern macht das Putzen richtig Spaß

Rolfshagen (la). Georg Liß (76) und Heinrich Dietrich (70) haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit. Seit einigen Tagen stehen die pensionierten Maurer im neuen Feuerwehrgerätehaus auf einem Gerüst und verputzen die Wände. "Schreiben sie jetzt bloß nicht unser Alter, sonst müssen demnächst alle bis 80 Jahre arbeiten bevor sie Rente bekommen", ruft Heinrich Dietrich lachend. "Hey, nimm dir mal einen Eimer mit Wasser und putz den Stahlträger. Da ist etwas Mörtel dran gekommen", sagt Georg Liß zu einem der jungen Feuerwehrleute, der den Auftrag sofort ausführt. "Onkel Georg, ist die Mischung so gut?", fragt Ralf Kopczinsky, der mit einigen anderen Feuerwehrleuten den Mörtel anmischt, bei dem Maurer nach. Die Stimmung bei den Männern ist gut, auch wenn ihnen noch sehr viel Arbeit bevorsteht.

veröffentlicht am 10.02.2007 um 00:00 Uhr

Günter Nebus (v.l.), Florian Gellermann, Ralf Kopczinsky und Den

Die aktiven und passiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr Rolfshagen standen schon lange in den Startlöchern, um mit den Eigenarbeiten für ihr neues Feuerwehrgerätehaus zu beginnen, aber die Arbeiten der Metallbaufirma, die für das Dach und die Verkleidung zuständig war, hatten sich verzögert. "Ende Januar haben wir mit den Putzarbeiten begonnen und sind heute das sechste Mal dabei", berichtete Ralf Kopczinsky. Es seien immer sieben bis neun Helfer vor Ort. Rentner, Schichtarbeiter, Urlauber, die sich Zeit nehmen für die Arbeiten. Versorgt werden sie von den Frauen der Mitglieder, die abwechselnd Frühstück und Kuchen anliefern. Die Putzarbeiten in der Fahrzeughalle stehen kurz vor dem Abschluss. Allerdings muss die Gemeinde jetzt noch eine Wand und eine Decke einziehen, um einen Raum für die Heizungstechnik zu schaffen. "Dann folgt die Treppe ins Obergeschoss zu unserem neuen Aufenthaltsraum", berichtet der stellvertretende Ortsbrandmeister, Günter Nebus. Wenn die Gemeinde damit fertig sei, könnten die Putzarbeiten fortgeführt werden. Im Obergeschoss sollen die Wände schon vorher verputzt werden. "Wir haben den Mörtel immer mit einem Trecker nach oben auf das Gerüst gereicht. Das wollen wir für den Aufenthaltsraum auch so machen, und wenn erst die Treppe gebaut ist, dann kommen wir da nicht mehr mit dem Frontlader ran", berichtet Kopczinsky. Wenn die Putzarbeit in der Fahrzeughalle abgeschlossen ist, werden die Wände grundiert und gestrichen. Dann können die Elektriker mit ihren Arbeiten beginnen und nach Abschluss die Feuerwehrfahrzeuge bereits in der Halle abgestellt werden. "Es ist wirklich klasse, wir haben aus jedem Handwerk Mitglieder, die auch tatkräftig mit anpacken. Egal ob passive oder aktive Mitglieder, alle sind dabei", so Nebus. Ein Problem haben die Feuerwehrleute allerdings noch nicht gelöst. Die Decke im Altbau ist nass geworden, weil das Dach knapp ein Vierteljahr zu früh abgetragen worden war. "Oder besser gesagt: das neue Dach zuspät kam", stellte Kopczinsky fest. Die Decke aus Stroh, Lehm und Holz ist nass, wurde inzwischen von Nebus geöffnet und wird durch Heizkörper in dem Raum getrocknet. "Wir wissen aber noch nicht, ob die Decke bleiben kann. Das muss Herr Liewack vom Bauamt feststellen", so Kopczinsky. Aber auch so gibt es noch genug zu tun. Die Heizung muss installiert, der Aufenthaltsraum und die Umkleideräume hergerichtet und die Küche renoviert werden. Im März, wenn das Wetter gut ist, soll der Hof vor dem Feuerwehrgerätehaus gemacht werden. Dort müssen noch Drainagerohre verlegt und die Wasser- und Abwasserrohre angeschlossen werden. Zum Schluss wird der Hof dann gepflastert. "Und natürlichalles in Eigenarbeit", sagt Ortsbrandmeister Rüdiger Teich, der stolz auf seine fleißigen Feuerwehrleute ist.

Heinrich Dietrich (l.) und Georg Liß haben Spaß an der ehrenamtl
  • Heinrich Dietrich (l.) und Georg Liß haben Spaß an der ehrenamtlichen Arbeit und geben beim Verputzen der Wände den Ton an.
Dieter Zoche leistet wertvolle Vorarbeiten für den Wandputz.
  • Dieter Zoche leistet wertvolle Vorarbeiten für den Wandputz.
Günter Nebus macht die alte Decke Sorgen - sie ist nass.
  • Günter Nebus macht die alte Decke Sorgen - sie ist nass.

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