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Kleinenbremer SPD koordiniert Widerstand

Demonstration gegen Sprengplattierung

Kleinenbremen (rc). Der SPD-Ortsverein ruft alle Kleinenbremer Einwohner zu einer Demonstration gegen die geplante Ansiedlung der Firma Dyna Energetics und gegen die regelmäßigen Sprengungen im Bereich des Everdingsbrink auf. Das teilte Dieter Lichte mit, seines Zeichens verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Ortsvereins. Wie berichtet, will Dyna Energetics durch unterirdische Explosionen mit bis zu einer Tonne Sprengstoff Metalle verbinden. 60 Arbeitsplätze sollen im Zuge der Ansiedlung entstehen.

veröffentlicht am 03.01.2008 um 00:00 Uhr

Wenn Mitte Januar weitere Probesprengungen stattfinden, sollen sich nach dem Willen der Kleinenbremer Genossen so viele Einwohner wie möglich vor Ort einfinden, um "Zeugen" dessen zu werden, was man Landschaft und Anliegern zumuten will. Die Verantwortlichen von Dyna Energetics und Barbara Erzbergbau fordert der Ortsverein auf, bei den so genannten Probesprengungen keine Mogelpackungen zu verwenden, deren "theoretisch-mathematische Auswirkungen dann wie vorgesehen aus taktischen Gründen lediglich in Hochrechnungen ermittelt werden sollen", wie die SPD meint. Die Öffentlichkeit habe Anspruch darauf, die vollen Auswirkungen festzustellen. Daher müsse eine solche Probesprengung auch der späteren Realität entsprechen. Wenn wie geplant später in zwei Kammern jeweils bis 1000 Kilo Sprengstoff innerhalb von einigen Millisekunden - damit es sich für die Anwohner nach nur einer Sprengung anhört - gezündet werden sollen, dann müsse dieses Verfahren auch bei den Probesprengungen angewandt werden, fordert der SPD-Ortsverein: "Alles andere ist Augenwischerei und Betrug an der Bevölkerung." Zu dem Treffen vor Ort wird der Ortsverein neben den Einwohnern auch zahlreiche heimische Vertreter aus Politik und Behörden einladen. Der Mindener SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Ibrügger, die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe, der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Dr. Ralf Niermann, Portas Bürgermeister Stephan Böhme, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach sowie Abordnungen aus Rinteln-Todenmann hätten dem Initiator der Demonstration, dem SPD-Ratsherrn Rainer Besser, schon ihr Interesse signalisiert und wollten dabei sein. Vor einigen Tagen war eine Portaner Abordnung unter der Leitung des SPD-Ratsherrn Rainer Besser nach Dillburg im Siegerland gefahren, dem jetzigen Wirkungsbereich der Firma Dyna Energetics, um sich die Auswirkungen der regelmäßigen Sprengarbeiten vor Ort anzusehen. "Schwerste Beeinträchtigungen der Anwohner, ein durch schädliche Stäube zerstörter Wald, vulkanartige Staubfontainen sowie ein zersprengtes Bergmassiv sind die Auswirkungen des täglichen Sprengbetriebes in Dillburg", resumierten die Genossen: "Die erschreckenden Bilder vor Ort haben uns mobilisiert." Wenn das Genehmigungsverfahren zur Ansiedlung dieses Betriebes fortgeführt wird, will der SPD Ortsverein Kleinenbremen eine Bürgerinitiative ins Leben rufen. Sie soll mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, einen solchen Betrieb in Kleinenbremen zu verhindern. Sobald der Termin für die Probesprengungen feststeht wird die Öffentlichkeit informiert, so die SPD.

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