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Die Hofkammer eröffnet Schaumburgs ersten Ruheforst / Der Fürst ist sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst

Dem Wunsch nach Spiritualität und Ruhe nachgekommen

Bückeburg (bus). Im Bückeburger Harrl ist gestern Schaumburgs erster Ruheforst offiziell eröffnete worden. Die von der Fürstlichen Hofkammer unter städtischer Aufsicht betriebene Begräbnisstätte umfasst eine Fläche von mehr als 13 Hektar. Mit der Einrichtung des Bestattungswaldes komme die Hofkammer dem in der Bevölkerung verstärkt auszumachenden Wunsch nach Spiritualität, Ruhe und Kontemplation nach, erläuterte "Hausherr" Alexander Fürst zu Schaumburg-Lip pe.

veröffentlicht am 16.08.2008 um 00:00 Uhr

Der Ruheforst stelle gleichermaßen einen Ort der Besinnung wie des Erinnerns dar, merkte der Fürst an, der sich den etwa 100 Gästen als "Waldbauer" vorstellte. "Wir sind uns der eigenen Vergänglichkeit bewusst und wirdenken Generationen über- greifend." Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach stellte heraus, dass der Wald als solcher vollumfänglich erhalten bleibe. Weder Wanderer noch Wild hätten irgendwelche Nachteile zu erwarten. Das oberhalb von Selliendorf gelegene Areal - die offizielle Bezeichnung lautet "Ruheforst Schaumburger Land/ Bückeburg" - hält keine Gräber sondern sogenannte Ruhebiotope vor. Im ersten, etwa drei Hektar großen Abschnitt, sind es 250 Stück an der Zahl, in denen Einzelpersonen, Familien oder Gruppen ihre letzte (Urnen)-Ruhe finden können. Die Beisetzung erfolgt in biologisch abbaubaren Gefäßen. Eine namentliche Kennzeichnung der Beisetzungsstellen, auch mit einem religiösen Symbol, ist ebenfalls möglich.



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