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Heeßer Politiker wollen "Clean-Rex"-Hygiene-Box / Der Automat wird in Bad Eilsen gut angenommen

Dem Rat stinkt's: Der Vorplatz ist kein Hundeklo!

Heeßen (tw). Es stinkt zum Himmel: Weil das Gelände um die Informationstafel auf dem Vorplatz des Schützenhauses mehr und mehr als "Hundeklo" missbraucht wird, hat der Rat Heeßen unter Vorsitz von Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) einstimmig entschieden, dort eine so genannte Hundehygiene-Box sowie einen Papierkorb aufzustellen.

veröffentlicht am 26.09.2007 um 00:00 Uhr

Steht bereits in Bad Eilsen und soll nun auch in Heeßen aufgeste

Besagte Hundehygiene-Boxen werden zum Beispiel von der "Clean-Rex Hundehygiene AG" mit Sitz in Trier angeboten; die Entsorgungsbeutel bestehen aus undurchsichtigem, reißfestem und abbaubarem High Density Polyethylen (HDPE), also Polyethylen hoher Dichte. "Hat jemand schon einmal eine gesehen und gehört, ob die auch angenommen wird?", machte sich Ratsherr Gerhard Hasse kundig. "Ja", entgegnet Bernd Schönemann. Der Gemeindedirektor: "In Bückeburg und in Bad Eilsen gibt's welche." Er selbst habe bei der Einführung zunächst vermutet, dass in diesen Boxen kein Hundehalter den Kot seines Vierbeiners entsorgen werde - doch die Realität habe ihn eines Besseren belehrt. Dass die Hygiene-Boxen im Kurort gut angenommen werden, hätten ihm aber auch Bürgermeister Horst Rinne und die (Samt-)Gemeindearbeiter bestätigt. Gerhard Möhlmann (SPD): "Auch ich halte diese Boxen im Grundsatz für gut. Aber wenn wir im Bereich der Informationstafel eine Box aufstellen, fordern wir die Hundehalter geradezu dazu auf, ihre Hunde dort ,sch...' zu lassen." Ja, eine solche Einrichtung könne sogar noch mehr Vierbeiner-Freunde geradezu dazu animieren diese Route zu wählen, damit ihre Tiere sich dort entleeren können. Das sieht Agnes Schramke (CDU) anders: "Wenn ich irgendwo einen Aschenbecher aufstelle, ist das auch keine Aufforderung, dort zu rauchen." Nur wenn "es" dann dort passiere, gebe es mit einer Hygiene-Box die Möglichkeit, den Unrat zu beseitigen - anders nicht. Das sieht Ratsherr Gerhard Hasse ähnlich: "Hunde sind Gewohnheitstiere. Nur weil an der Informationstafel künftig eine Hygiene-Box steht, werden andere Artgenossen dort nicht ihr Geschäft verrichten." Brümmel drückt das so aus "Wenn jemand seinen Hund jetzt extra zur Box führt, wird das nichts fruchten - das Tier wird sich schon vorher lösen." Schlusswort von Heinrich Meier (CDU): "Die derzeitige Situation auf dem Vorplatz ist unbefriedigend. Es kann nur noch besser werden." Einen Versuch sei die Hygiene-Box allemal wert. Die Gemeinde müsse ja nicht gleich das teuerste Modell anschaffen. Laut Schönemann sind die Boxen schon für deutlich unter 100 Euro zu haben. Übrigens: Für alle Hundefreunde, die nicht wissen wie's geht, hier die Gebrauchsanleitung der Firma Clean-Rex für die Box: "Ziehen Sie den Hygienebeutel wie einen Handschuh über. Ergreifen Sie das Exkrement. Wenden Sie den Beutel mit dem Exkrement. Verknoten Sie den Beutel und entsorgen Sie ihnim nächsten städtischen Abfallbehälter."

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