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Wände nicht im eigenen Auftrag bemalen

Dem Präventionsrat ist der Trog zu heiß

Lindhorst (gus). Dem Präventionsrat Lindhorst ist der Trog zu heiß. Genauer: Das Gremium scheut sich, die Bemalung der Unterführungswände selbst anzuschieben. Zu groß seien der bürokratische und der organisatorische Aufwand. Zudem zweifelten die Vorstandsmitglieder an, dass sich die Bemalung mit den Zielen des Präventionsrats vereinbaren lässt.

veröffentlicht am 21.02.2011 um 00:00 Uhr

Horst Wolff hatte bei der jüngsten Sitzung des Gremiums vorgeschlagen, die bevorstehende Bauphase zu dem Zweck zu nutzen. Sprayer sollen demnach Farbe auf die Trogwände auftragen, so wie es in der Fußgängerunterführung am Bahnhof einst praktiziert wurde.

Die Bauarbeiten an der Gleisunterführung dauern Ankündigungen zufolge rund vier Monate – so lange wird auch kein Verkehr rollen (wir berichteten). Dass die grauen Wände nicht eben ein Aushängeschild des Ortes sind, stand im Präventionsrat außer Zweifel. Doch die Verschönerungsaktion fiele möglicherweise etwas aus dem Rahmen. Der Präventionsrat müsse stets ein kriminal-präventives Ziel verfolgen, legte der stellvertretende Vorsitzende, Ludger Westermann, die Satzung des Vereins aus.

Vorsitzender Andreas Woitke erinnerte ferner daran, dass ein ähnliches Ansinnen bereits vor einigen Jahren gescheitert war. Auch damals habe ein Vorstoß in Lindhorst einiges an Gegenwind erzeugt. Wolff warf ein, dass die Haupt- und Realschule bei der Aktion mitwirken könnte. Doch auch dies schmeckte dem Vorsitzenden nicht recht. „Was ist, wenn ein Schüler vom Gerüst fällt?“, fragte Woitke.

Sorgfalt müsse auch bei der Motivwahl walten. Auffällige Bilder könnten beispielsweise Autofahrer ablenken, was bei Unfällen wiederum die Haftungsfrage aufwerfen könnte.

Matthias Meyer erkundigte sich danach, was wohl der Eigentümer des Trogs davon hielte, dass jemand dessen Wände anmalen will. Nach Einschätzung des Vorstands hätte dieser nichts dagegen. Die Trogwände gehören dem Landkreis, nur der Gleiskörper ist Eigentum der Deutschen Bahn.

„Ich fasse das Ding nicht an“, entschied der Noch-Vorsitzende Woitke. „Wir sind schließlich kein Dorfverschönerungsverein“, schloss sich Westermann an. Es gebe allerdings einen Dorferneuerungsverein in Lindhorst, an den das Vorhaben herangetragen werden sollte. „Für uns ist das eine Nummer zu groß“, meinte auch Günther Sieker.



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