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Wie das Gras gün bleibt

Dem englischen Rasen ein Stückchen näher

Ohne Dünger wird das Grün gelb. Wer den Plan verfolgt, die Rasenfläche als gepflegten Teppich zu kultivieren, muss sie mit mindestens derselben Exaktheit bearbeiten, wie er es mit Staudenpflanzen oder dem Topfgarten zu tun pflegt.

veröffentlicht am 04.08.2017 um 06:30 Uhr

Die Rasenfläche ist die grüne Brücke zu Beeten und Bäumen und hat eine wichtige optische Funktion. Doch ihr Wert wird vielfach unterschätzt und die Pflege vernachlässigt. Foto: ey

Autor:

Jens F. Meyer

Das bedeutet erstens: mindestens einmal pro Woche mähen. Das bedeutet zweitens: mindestens zweimal pro Jahr düngen. Und das bedeutet drittens: wenigstens einmal im Jahr die Fläche vertikutieren, um Moos und Rasenfilz herauszukämmen. Vielleicht kommt sogar noch viertens hinzu: einen Bodenaktivator und Kalk sowie Sand einzusetzen, um die Moosbildung im Ansatz zu bekämpfen.

Ein dichter Rasen ist kein Zufall, sondern die Folge großer Mühen. Nur auf einem Untergrund mit ausreichender Humusschicht wird Gras gut wachsen. Das Schnittgut aufzufangen, ist der falsche Weg, diese nährstoffreiche Schicht zu erhalten. Nach und nach würde sie ausdünnen, sodass das Gras nicht mehr genügend Raum zum Wurzeln hätte – und wo das Gras kränkelt, drängen sich Moos und Unkräuter wie Löwenzahn, Hahnentritt oder Gänseblümchen auf und verdrängen den Rasen.

Es ist also immer besser, zu mulchen, den Schnitt also liegenzulassen. Voraussetzung dafür ist das stete Mähen, denn die Mahd darf nicht zu lang sein. Der Mäher sollte wenigstens einmal pro Woche zum Einsatz kommen. Ein geradezu perfektes Bild ergibt sich beim Einsatz von Mährobotern, die so geschaltet werden können, dass sie mehrmals pro Woche die Fläche bearbeiten. Die Zeitersparnis für den Gartenbesitzer ist immens. Wer indes Freude am Mähen hat – bei kleinen Flächen auch mit dem mechanischen Spindelmäher –, tut nicht nur etwas für den Rasen, sondern auch für die eigene Bewegung.


Auf dem grünen Teppich spielt
sich das sommerliche Leben ab

Rasengräser haben vielfältige Aufgaben. Neben der Tatsache, dass sie die Fläche darstellen, auf der im Sommer das Leben stattfindet, weil dort zum Beispiel Ball gespielt, gegrillt oder „gechillt“ wird, haben die Grasflächen in einem Garten die weitestgehend immer noch viel zu unbeachtete Aufgabe, als Mittler zwischen den verschiedenen Bereichen zu wirken. Die Rasenflächen sind die Brücken von einem Beet zum anderen, sie sind das grüne Meer, das von einem Ufer zum nächsten reicht, und sollten aus diesem Grund keinesfalls ein Schattendasein fristen. Zumal sie ohnehin meistens sonnig beschienen sind. Kommt also noch fünftens hinzu: in Trockenzeiten wässern.



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