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Sprecher der Anlieger von Oster- und Bäckerstraße vom Vorschlag der Mehrheitsgruppe enttäuscht

Dem Abgrund einen Schritt näher gekommen?

Hameln (ni). „Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter“. Hans W. Brockmann, Sprecher der Immobilienbesitzer aus der Bäckerstraße, hält mit seiner Enttäuschung über den Stand der Verhandlungen in Sachen Fußgängerzone genau so wenig hinter dem Berge wie Marcus Berz, der die Interessen der Osterstraßen-Anlieger vertritt. Dem von der Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen präsentierten Lösungsvorschlag zur vorgezogenen Sanierung der beiden Hamelner Hauptgeschäftsstraßen (wir berichteten) können sie nur einen einzigen positiven Aspekt abgewinnen: nämlich „dass man das Thema seitens der Politik ernst genommen und jetzt den Druck aufgebaut hat, den wir uns schon vor zwei Jahren gewünscht hätten“ (Berz).

veröffentlicht am 16.03.2007 um 12:34 Uhr
aktualisiert am 27.03.2009 um 13:25 Uhr

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Hameln (ni). „Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter“. Hans W. Brockmann, Sprecher der Immobilienbesitzer aus der Bäckerstraße, hält mit seiner Enttäuschung über den Stand der Verhandlungen in Sachen Fußgängerzone genau so wenig hinter dem Berge wie Marcus Berz, der die Interessen der Osterstraßen-Anlieger vertritt. Dem von der Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen präsentierten Lösungsvorschlag zur vorgezogenen Sanierung der beiden Hamelner Hauptgeschäftsstraßen (wir berichteten) können sie nur einen einzigen positiven Aspekt abgewinnen: nämlich „dass man das Thema seitens der Politik ernst genommen und jetzt den Druck aufgebaut hat, den wir uns schon vor zwei Jahren gewünscht hätten“ (Berz). Den von den Politikern aufgestellte Zeitplan, nach dem eine Erneuerung von Oster- und Bäckerstraße bis zur ECE-Eröffnung möglich erscheint, halten Berz und Brockmann für unrealistisch. Und seien in ihrer Skepsis auch bei ihrem gestrigen Gespräch mit der Verwaltung bestätigt worden. Der Erste Stadtrat Eckhard Koss habe eingeräumt, die Termine seien „eng gepresst“ und die Risiken groß, dass sie nicht gehalten werden können. Brockmann: „Allen war im Grunde klar, dass es bis zur Eröffnung von ECE nicht zu schaffen ist“. Jedenfalls dann nicht, wenn der Bewilligungsbescheid für den Förderantrag abgewartet werden muss. Auf das Wort „Förderantrag“ reagieren Brockmann und Berz inzwischen allergisch. Und erinnern an das Finanzierungskonzept, mit dem sie auf die Verwaltung zugegangen sind: „Die Immobilienbesitzer aus Oster- und Bäckerstraße haben angeboten, eine Million Euro aufzubringen unter der Bedingung, dass die Stadt den gleichen Betrag beisteuert und die Erneuerung der beiden Straßen vor der Eröffnung von ECE abgeschlossen ist“. Jetzt aber erwarte die Stadt die Millionen-Zusage der Anlieger, um ihren Antrag auf Fördermittel für das gesamte Projekt Fußgängerzone – also inklusive Pferdemarkt – stellen zu können; und könne die rechtzeitige Fertigstellung noch nicht einmal garantieren. Zu glauben, die Anlieger des Pferdemarktes würden sich an der Finanzierung beteiligen, damit Oster- und Bäckerstraße zügig herausgeputzt werden, während der Bereich vor der eigenen Haustür noch eine Weile auf die Schönheitskur warten muss, sei entweder „blauäugig, oder man will uns den schwarzen Peter zuschieben“. Auf der anderen Seite werde man auch die Anlieger aus Oster- und Bäckerstraße „nicht dazu kriegen, allein den Gesamtanteil der Immobilienbesitzer aufzubringen. „Das erschwert die Überzeugungsarbeit“ Eine Million Euro bei den Anliegern von Oster- und Bäckerstraße locker zu machen – „dazu braucht man gute Argumente“, sagt Berz. Das stärkste, nämlich mit einer neu gestalteten Fußgängerzone gegenhalten zu können, wenn der Konsumtempel am Pferdemarkt seine Tore öffnet, sei ihnen jetzt aus der Hand genommen. „Das erschwert die Überzeugungsarbeit bei den Besitzern massiv“, befürchtet auch Brockmann. Unter keinen Umständen will er „in die Situation kommen, dass die Fußgängerzone halbfertig ist, wenn ECE eröffnet“. Und wie geht es nun weiter? Brockmann und Berz wollen die Immobilienbesitzer über den neuesten Stand der Entwicklung informieren und ihnen „ganz deutlich sagen, Oster- und Bäckerstraße werden vor der ECE-Eröffnung nicht fertig. Wenn wir dann trotzdem Geld zusammenkriegen, freuen wir uns“. Optimistmus klingt anders. Forum: Wie bewerten Sie die Entwicklung? Diskutieren Sie mit anderen Lesern im Forum „Politik vor Ort das“, Thema „Hamelns Fußgängerzone“, unter www.dewezet.de



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