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Drei Kommunen stellen auf Doppik um

Dekra bewertet Häuser und Liegenschaften

Meerbeck/Nordsehl (gus) . Die Vorbereitung auf die doppische Haushaltsführung nimmt immer festere Formen an. Nach Pollhagen haben sich auch die Gemeinden Meerbeck und Nordsehl dafür entschieden, die Gebäude und Liegenschaften in ihrem Besitz von der Dekra bewerten zu lassen.

veröffentlicht am 13.08.2008 um 00:00 Uhr

Die Bewertung ist nötig, weil die doppische Haushaltsführung, die die bisher gültige Kammeralistik ablöst, verlangt, dass das Vermögen jeder Kommune in die Eröffnungsbilanz einfließt. Den größten Teil des Vermögens bilden Gebäude, Straßen und Grundstücke. Um verlässliche Angaben zu erlangen, muss ein externes Unternehmen die Bewertung vornehmen. Die Dekra hat nach Darstellung von Meerbecks Bürgermeister Klaus Tanski "ein günstiges Angebot" vorgelegt. Auch Pollhagens Bürgermeister Gerd Wischhöfer hatte dies herausgestrichen, bevor sich der Pollhäger Rat für die Auftragsvergabe an die Dekra aussprach. Jetzt haben auch die Gemeinderäte Nordsehls und Meerbecks zugestimmt, die eigenen Immobilien und Liegenschaften von der Dekra evaluieren zu lassen. Für Meerbeck kostet dies ungefähr 1500 Euro. Die Nordsehler müssen lediglich gut 200 Euro bezahlen. Bezüglich Pollhagens wurden rund 760 Euro an Kosten genannt. Die Zahlen ergeben sich aus den Versicherungswerten der Immobilien und Grundstücke sowie der Länge der gemeindeeigenen Straßen. Die Dekra berechnet pro 350 000 Euro Versicherungssumme 86,16 Euro Bewertungskosten. Die Straßen-Evaluierung kostet 80 Euro pro Kilometer. Demnach müssen Kommunen mit vielen und wertvollen eigenen Immobilien sowie viel eigenen Straßen auch mehr Bewertungskosten bezahlen.



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