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Zentraler Reformationsgottesdienst der evangelischen Militärseelsorge

Dekan Wenzel: "Spiel mit Knochen mit Christenleben nicht vereinbar"

Bückeburg (bus). Die Stadtkirche ist am gestrigen Reformationstag Schauplatz einer Großveranstaltung der evangelischen Militärseelsorge gewesen. Etwa 350 in Niedersachsen stationierte Soldaten, deren Angehörige und zahlreiche Mitglieder der Bückeburger Gemeinden füllten das Gotteshaus, um den zentralen Reformationsgottesdienst mit Abendmahl zu feiern. Dekan Armin Wenzel ging inseinen Begrüßungsworten kurz auf die so genannte Totenkopf-Affäre ein. "Ein leichtfertiges Spiel mit Knochen, gar mit Schädeln ist mit einem Christenleben nicht vereinbar."

veröffentlicht am 01.11.2006 um 00:00 Uhr

In der Stadtkirche feiern etwa 350 Soldaten gemeinsam mit zahlre

Wenzel leitet das Dekanat Kiel, in dessen Zuständigkeitsbereich seit dem 1. August dieses Jahres auch Niedersachsen und Bremen fallen. Außer Wenzel waren an der Ausgestaltung des unter der Verantwortung des Bückeburger Militärpfarrers Günter Breuer organisierten Gottesdienstes (Motto: Von Soldaten für Soldaten) zahlreiche weitere Seelsorger und Bundeswehrangehörige beteiligt. Für den musikalischen Teil zeichneten eine Soldatenband aus Minden und der Posaunenchor Varel (Leitung Michael Karußeit) verantwortlich, der gemeinsam mit Stadtkirchenkantor Siebelt Meier Liturgie und Choräle begleitete. Stimmgewaltige Unterstützung erfuhren die Musiker von Soldaten des Lufttransportgeschwaders (LTG 62) aus Wunstorf. Mit der Kollekte wurde die "Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien" unterstützt. Landesbischof Jürgen Johannesdotter hob in der Predigt Wirken und Werk des Reformators Martin Luther und daraus insbesondere dessen Schrift über die einfältige Art zu beten hervor. Johannesdotter schilderte Luther als einen Mann, "der vor seinem Gott nicht mehr sicher" gewesen sei und in dem sich "die Angst vor Gott zur Hingabe an Gott" gewandelt habe. Und als einen Mann, "dem bange wird sobald er bemerkt, dass ihm das Beten nicht mehr nötig ist".

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