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FC Stadthagen am Sonntag auf dem Steinanger / SC Rinteln ohne Martin Kurka und Johannes Hänke

Defensive Taktik kein Grund für die Sturmmisere

Bezirksliga (jö). Den Spielen gegen den SC Rinteln sieht der FC Stadthagen mit Freude entgegen. Mit dem 5:0 in der Hinrunde und dem 4:0 und 7:2 in der letzten Saison gab es zuletzt durchweg hohe Erfolge der Kreisstädter. Auch in der aktuellen Tabelle hat der FC Stadthagen als Fünfter die Nase deutlich vorne. Vor der Neuauflage des Derbys am Sonntag auf dem Rintelner Steinanger hat sich im Lager der Gäste aber eine seltsame Verunsicherung breitgemacht.

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

Das Hinspiel in Stadthagen verlor der SC Rinteln mit 0:5. Im Rüc

Ursache ist das 1:6-Heimdesaster gegen Gehrden vom letzten Wochenende. Lars Reuther war außer sich: "Unsere Abwehrleistung in der ersten Halbzeit war katastrophal. Beim Gegner war außerdem jeder Schuss ein Treffer." Der FC-Spielertrainer konnte in der Niederlage nur einen positiven Aspekt sehen: "Das 1:6 bringt uns der Realität näher. Am Sonntag müssen wir uns in Rinteln zunächst einmal wieder finden." Als Favorit sieht er seine Mannschaft in der derzeitigen Verfassung nicht, zumal mit Heiko Schade im Angriff ein wichtiger Spieler fehlen wird. Er ist im Ausland, wird in diesem Jahr nicht mehr mitmischen können. "In unserem kleinen Kader fehlt der Konkurrenzdruck", klagt Reuther. Stadthagen kann am Sonntag aber mit Ahmed Serhan, Hakan Yolak und Frank Hellmig rechnen. Auch der SC Rinteln hatte zuletzt kein Erfolgserlebnis. Dass beim 0:1 gegen den TSV Barsinghausen die Taktik versagte, weist Trainer Thorsten Rinne aber zurück: "Wir haben es Barsinghausen mit unserem System schwer gemacht. Für den Gegner entstanden kaum Torchancen und wenn durch unseren Zuordnungsfehler nicht das 0:1 gefallen wäre, hätten wir das Spiel nach meiner Überzeugung sogar gewonnen." Das Siegtor der Gäste fiel, als sich beim TSV Barsinghausen bereits eine gewisse Ratlosigkeit breitmachte. "Ich wurde bereits nervös", bestätigte Barsinghausens Trainer Carlo de Cosmo, der den SC Rinteln vorne als "zu ängstlich" empfand. Die Offensivprobleme der Weserstädter werden auch in der Tabelle immer deutlicher sichtbar. Die magere 13-Tore-Ausbeute wird nur noch von Schlusslicht Klein Berkel übertroffen. In der zu defensiven Grundausrichtung und dem Ein-Mann-Sturm Kamuran Özkan sieht Thorsten Rinne aber nicht den Grund für die Sturmmisere. "Mit Nico Grewe und Rene Herzog haben wir zwei Mann auf den Flügeln. Ich hindere niemanden daran, schnell nachzurücken und Tore zu schießen." Nach dem schlechten Spiel in Kirchbrak war Rinne mit der Leistungssteigerung gegen das Spitzenteam aus Barsinghausen durchaus einverstanden: "Wir haben die Räume gut zugemacht und hielten in der Defensive die Ordnung. Trotz der Niederlage fand ich unser System durchaus erfolgreich." Wenn nicht alles täuscht, wird der SC Rinteln auch am Sonntag versuchen, mit Eifer den Aufbau des FC Stadthagen zu unterbinden. Mit dem erkrankten Tobias Bergsiek gibt es einen Wackelkandidaten. Außerdem fehlen Martin Kurka und Johannes Hänke aus beruflichen Gründen.

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