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Zwei Projekte: Berufs- und Pestalozzischüler kontrollieren und reparieren Räder

Defekte Bremsen und fehlende Reflektoren werden sofort repariert

Rinteln (wm/crs). Eine lose, völlig durchgerostete Nabe, das war der schlimmste Mangel, den Gymnasiasten, die "Fahrradchecker", jüngst bei einer Fahrradkontrolle entdeckten - die Kontrolleure sind sich sicher, der Junge, der dieses Rad noch täglich benutzt hat, hätte sich in der nächsten Zeit den Hals brechen können.

veröffentlicht am 06.06.2008 um 00:00 Uhr

Da staunten die Berufsschüler: Das "Gammelbike" mit der losen Ra

Eine Aktion, die Gymnasiasten und Berufsschüler gemeinsam mit der Polizei durchgeführt haben. Die "Fahrradchecker" prüften vor allem die Verkehrssicherheit der Zweiräder: Geht das Licht, funktionieren die Bremsen, sind Reflektoren an den Speichen angebracht, gibt es Rückstrahler an den Pedalen, ist das Reifenprofil noch in Ordnung? Viele der insgesamt 46 beanstandeten Räder konnten im Fahrradkeller von Berufsschülern aus dem Berufsvorbereitungsjahr (BfJ), Fachrichtung Metall und Holz, gleich repariert werden. Möglich gemacht hatten das Sponsoren, darunter Eltern, die Geld für die Aktion gesammelt hatten. Die Ersatzteile kamen von Zweirad-Reese aus Eisbergen, wo den Schülern günstige Preise eingeräumt wurden. War eine Reparatur vor Ort nicht möglich, bekam der Eigentümer oder die Eigentümerin des Rades eine Mängelliste in die Hand gedrückt mit der Bitte, das Rad möglichst sofort bei einem Fachhändler reparieren zu lassen. Ebenfalls Fahrräder standen im Mittelpunkt eines Projekts, das der DRK-Ortsverein Rinteln an der Pestalozzischule auf die Beine gestellt hat: Zwei Wochen lang haben sich fünf Schüler der Förderschule als geschickte Fahrradmonteure bewiesen und 20 alte Drahtesel zum Teil runderneuert. Das DRK-Projekt hat gleich doppelten Nutzen: Zum einen gehen die 20 jetzt verkehrssicheren Räder an Kinder aus bedürftigen Familien, zum anderen hatten die fünf Förderschüler zwei Wochen lang eine sinnvolle praktische Aufgabe, in deren Rahmen sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten - denn mit ihren Bewerbungen um einen Praktikumsplatz in Unternehmen waren die Schüler zuvor erfolglos geblieben. "Dabei haben die Jungs das richtig toll hingekriegt", lobt der betreuende Fachlehrer Uwe Härtel ebenso wie Rolf Potthast als Kontaktbeamter der Rintelner Polizei den Einsatz der 14- und 15-Jährigen. Vor allem Patrick Ahrend hatte sich durch besonderes technisches Geschick hervorgetan und sogar eigenständig Tretlager gewechselt.

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