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Vornhäger Straße: Letzter Kraftakt

Dauerbaustelle: Schluss mit Frust am 3. August

Stadthagen (jl). Knappe zwei Wochen haben die Autofahrer die neue Vornhäger Straße nach langer, langer Pause wieder in beiden Richtungen befahren dürfen. Damit ist seit gestern wieder Schluss. Als letzter großer Kraftakt auf der Dauerbaustelle werden jetzt die Einmündungen am Ostring und der Probsthäger Straße saniert. Am 3. August soll nun endlich der letzte Bauarbeiter verschwunden sein.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:18 Uhr

Mit großräumigen Umleitungen werden seit gestern die beiden Knotenpunkte Ostring und Probsthäger Straße von Durchgangsverkehr freigehalten. Auf der Vornhäger Straße ist großes Baugerät im Einsatz. Die alte Fahrbahn wird an beiden Einmündungen abgefräst und anschließend durch neuen Asphalt ersetzt. Dann werden nach den Worten von Uta Weinert-Kohl, der stellvertretenden Leiterin des Geschäftsbereich Hameln des Niededersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, die Ampeln am Ostring neu eingestellt (ab Mittwoch) und die letzten Lücken in den Gehwegen gepflastert werden. Das Schlussdatum bei dieser Großbaustelle ist noch bis vor wenigen Wochen immer hinaus geschoben worden. Anfang Juni hieß es beispielsweise aus Hameln noch "Mitte Juni". Jetzt erscheint "Mitte August" realistisch. Die Sanierung dieses uralten Abschnitts der ehemaligen B 65 -heute Landesstraße 445 -hat von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden. Sie hatte im vergangenen Jahr bereits mit einer mehrwöchigen Verzögerung begonnen. Die Straßenbaubehörde hat den Auftrag zwei Mal ausgeschrieben, weil ihr das erste Ergebnis "nicht gepasst hat", wie es ein Sprecher damals audsrückte. Deshalb kamen die ersten Bauarbeiter erst Anfang September. Damals wurde noch in Aussicht gestellt, dass der 500 Meter lange Abschnitt zur Adventszeit 2006 -provisorisch -zweispurig befahrbar sein sollte. Die Adventszeit verlief aber unter Einbahn-Vorzeichen. Denn in der Zwischenzeit waren zwar die Tiefbauer angerückt, aber gleich wieder abgerückt. Quasi beim ersten Spatenstich in Tiefe hatte sich heraus gestellt, dass der weiche Untergrund den neuen Aufbau nicht tragen würde. Erkundet worden war das nicht. Die Hamelner Behörde habe für gründliche Bodenanalysen kein Geld, hieß es damals. Die Folge: Sämtliche Hausanschlüsse mussten tiefer gelegt werden. Diese Arbeit, wie auch die Erneuerung der Kanalisation ging flott von der Hand. Was zäh verlief, war der eigentliche Tiefbau. Mehrfach beklagten Anlieger, dass auf der Baustelle kaum Betrieb herrschte. Hinzu kamen mehrere Regenperioden, die das Arbeiten unmöglich machten. Unterm Strich wird der reine Tiefbau wegen der "Änderungen" nach Angaben von Weinert-Kohl dem Steuerzahler zehn Prozent teurer kommen, als der zunächst veranschlagte Betrag in Höhe von 576 000 Euro.

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