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Berlinschule steigt mit Spendenhilfe in "Faustlos"-Projekt ein und führt die "Klasse 2000" fort

DasÜbel Gewalt gleich an der Wurzel packen

Bad Nenndorf (fox). Zwei Projekte gegen Gewalt, impulsives und aggressives Verhalten sowie zur Stärkung der sozialen Kompetenz von Schulkindern haben in dieser Woche an der Berlinschule einen Satz nach vorn gemacht. Heimische Firmen sowie der "Förderverein der Grundschule in Bad Nenndorf" haben mit einer Spende dazu beigetragen, dass die Initiative "Klasse 2000" weitergeführt und das Projekt "Faustlos" eingerichtet werden kann.

veröffentlicht am 30.06.2007 um 00:00 Uhr

Faustlos in eine bessere Zukunft: Kinder der ersten Klassen an d

"Bad Nenndorf ist glücklicherweise kein Brennpunkt sozialer Gewalt", sagt Torsten Rolke. Damit dies auch an den weiterführenden Schulen so bleibt, will der Leiter der Grundschule an der Bahnhofstraße aufkeimenden Aggressionen und Fehlverhalten der Kinder einer "Wurzelbehandlung" unterziehen. Um dies zu ermöglichen, spendeten die Sparkasse Schaumburg und die Volksbank in Schaumburg je 500 Euro, der Erlös eines Basars der Evangelischen Kirchengemeinde in Bad Nenndorf brachte 400 Euro für die Einrichtung des "Faustlos"-Projektes ein. "Wir sind nun in der Lage, drei Faustlos-Koffer anzuschaffen", erläutert Rolke. Zudem könne nun auch eine Fortbildung für zwei Lehrer finanziert werden. Das Projekt soll im kommenden Schuljahr starten. Begonnen wird in vier Klassen. Schritt für Schritt soll das Konzept an der Schule etabliert werden. Dies sei das Ziel, so Rolke. Zwei Jahre seien zunächst dafür anvisiert. Unterstützung gibt es auch für die bereits laufende Initiative "Klasse 2000". Die heimische Krankenkasse BKK24, der Rotary Club Bad Nenndorf und "Möbel Heinrich" fördern dieses in unterschiedlicher Staffelung. Ziel der "Klasse 2000" sei es, parallel und ergänzend zum "Faustlos"-Konzept die Persönlichkeit der Kinder zu stärken, erklärt Rolke. Die Mädchen und Jungen benötigten Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohl und gesund fühlen. Dies erfordere unter anderem eine positive Einstellung zur Gesundheit und dem eigenen Körper, ausreichend Bewegung, das Vermögen, sich richtig zu artikulieren sowie rücksichtsvolles Verhalten im Umgang mit anderen. Weiterhin würden die Schüler vorbereitet, um dem Gruppendruck - beispielsweise beim Probieren von Alkohol und Zigaretten - zu widerstehen. Zudem sei Ziel der "Klasse 2000", das Umfeld der Kinder zu stärken. Schüler, Eltern, Lehrer, Gesundheitsförderer und Paten würden deshalb in das Engagement für eine kindgerechte und fördernde Lebensumwelt integriert. Auch wenn es sich bei der Berlinschule nicht um den "Brennpunkt B.N." handelt, sei eine Veränderung im Verhalten der Schüler erkennbar. "Die grundlegenden sozialen Fähigkeiten der Kinder werden schwächer, auch in ländlichen Regionen." Die Familie habe nicht mehr den Wert wie früher und sei verstärkt von der Arbeit der Eltern geprägt, "wir müssen präventiv tätig werden".



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